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ENERGIESPRECHERIN
29.01.2007 09:45
Neue Förderschiene für Wärmepumpen ist vor allem Förderung der Salzburg AG,
Wärmepumpen werden mit dem wertvollsten Energieträger betrieben, mit Strom. Schon derzeit muss mehr als die Hälfte des Stroms importiert werden, insbesondere im Winter, wenn die Flüsse Niedrigwasser haben – und gerade dann ist der Wärmebedarf sehr hoch!
Heidi Reiter:“ Diese neue Förderschiene widerspricht den energiepolitischen Zielen des Landes in praktisch allen Punkten. Ziel muss sein, die Abhängigkeit zu reduzieren, den Ökostromanteil zu erhöhen und vor allem Energie zu sparen.“
Dazu bekennt sich auch die Salzburg AG: „wollen unsere Kunden anregen, Strom zu sparen, um den wachsenden Strombedarf im Bundesland zu bremsen und die steigende Abhängigkeit von Stromimporten zu reduzieren.“ Deshalb müssen die bescheidenen Fördermittel dazu verwendet werden, Kraft/Wärmekopplung zu forcieren, d.h. wo immer Wärme produziert wird, soll auch Strom produziert werden, sodass die Wärme nur „Abfallprodukt“ ist. Dadurch wird der eingesetzte Brennstoff – vor allem Holz – fast vollständig genutzt. Bei einer Wärmepumpe gibt es die Verluste aus der Stromproduktion und dem Transport, die bei der Produktion von Wärme nicht wett gemacht werden können. Viel mehr kostenlose Abwärme könnte in Fernwärmenetze eingespeist werden und unsere Wohnungen heizen – aber der Anschluss an solche Fernwärmenetze wird nicht mehr gefördert!
Das neue Ökostromgesetz hat dazu geführt, dass um 80% weniger Anlagen gebaut werden. Der Ökostromanteil wird daher bis 2010 nicht wie mit der EU vereinbart, auf 78% steigen, sondern auf 61% sinken! Einige Bundesländer haben in Reaktion darauf eigene Förderprogramme für Photovoltaik und Windkraft entwickelt. Nicht so Salzburg, bei uns dreht sich nach wie vor kein Windrad und der Markt für Photovoltaik ist völlig zusammengebrochen. Und in dieser höchst unerfreulichen Situation wird eine Wärmepumpenförderung geschaffen!
Heidi Reiter: „ Die Salzburg AG schafft es weiterhin, mehr Strom zu verkaufen und sich das auch noch von der öffentlichen Hand fördern zu lassen. Das auch von der Wirtschaftskammer verfolgte Ziel, Salzburg bis 2025 energieautark zu machen, also unabhängig von Energieimporten, rückt damit in weitere Ferne.“
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