Autor

FRAKTIONSVORSITZENDER

Cyriak Schwaighofer

13.01.2010 13:57

"Kreuz an den Schulen": GRÜNE vermissen Toleranz und Respekt

"Der Antrag der ÖVP trägt nicht dazu bei, das Verständnis unter den Religionen zu erhöhen, ein solcher Antrag ist nichts weiter als Scharfmacherei." Mit Worten wie diesen versuchte heute, Mittwoch, Labg. Cyriak Schwaighofer, der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Landtag, die übrigen Fraktionen davon abzuhalten, dem "Kreuz-Antrag" der Volkspartei zuzustimmen. Vergebens: SPÖ, ÖVP und FPÖ sprachen sich unisono dafür aus, dass das Anbringen von Kreuzen in Österreichs Schulen auch in Zukunft sichergestellt sein müsse.

Nach Ansicht Schwaighofers wurde die ganze Debatte ohne jegliche Notwendigkeit geführt, schließlich sei das Kreuz in den Schulen derzeit Rechtsbestand. Dass die ÖVP ungeachtet dessen unbedingt meint, eine Diskussion um religiöse Symbole vom Zaun brechen zu müssen, stellt für ihn so ziemlich das Gegenteil von Toleranz und Wertschätzung dar: "Mit solchen Scheindebatten werden Ängste und Aggressionen geschürt, aber sicher nicht gegenseitiges Verständnis und Respekt."

Was Schwaighofer besonders aufstieß, war denn auch die Begründung der ÖVP für ihren Vorstoß. Wörtlich heißt es im Antrag der Volkspartei: "Wir sehen das Kreuz als Bestandteil unserer Kultur und Symbol für Freiheit und Menschenrechte. Es steht für Aufklärung, Liebe, Toleranz und die Errungenschaften der Menschenrechte." – Eben das käme praktisch einer Geschichtsfälschung gleich, so der GRÜNEN-Sprecher, seien doch die Menschenrechte von Papst Gregor XVI. noch 1832 als "pesthafter Irrtum" zurückgewiesen worden. Erst das Zweite Vatikanum rang sich zur Anerkennung der Menschenrechte durch, allerdings hat der Vatikan die entsprechende Deklaration bis zum heutigen Tag nicht unterschrieben!





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