Autor

Birgit Schatz

01.02.2010 11:05

Regierung trägt Verantwortung für Armutsgefährdung von Hunderttausenden

Je länger die Arbeitsmarktkrise dauert, um so brenzliger wird die Lage der Betroffenen. Das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe sind in Österreich zu niedrig, um damit über die Runden zu kommen. Die Regierung trägt die Verantwortung dafür, dass hunderttausende Menschen in unserem Land, die Betroffenen und ihre Familien, in die Armut rutschen. Insbesondere der ÖVP ist das lediglich ein Achselzucken wert. In Anbetracht der Milliarden, die für die Rettung der Banken investiert wurden, ist das eine Schande erklärt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten und deren Konsequenzen. Klar sei die Notwendigkeit, arbeitslosen Menschen eine bessere Qualifizierung durch Fortbildungsmaßnahmen anzubieten

Aber auch wenn derzeit sehr viel Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik, also Schulungen, in die Hand genommen wird, bleiben pro Kopf dann doch weniger Mittel übrig, als in den Vorjahren. Und schon da hatten wir das Problem, dass kaum Kurse ermöglicht wurden, die zertifizierte Abschlüsse mit sich brachten. Bei Schulungen ohne nachweisbare Zusatzqualifizierung bleibt immer der bittere Nachgeschmack der reinen Statistikbeschönigung, so Schatz. Letztlich ginge es um einen effizienten Einsatz der budgetären Mittel im Interesse der Arbeitssuchenden. Nur Maßnahmen, die wirklich die Chancen am Arbeitsmarkt nachhaltig verbessern, seien sinnvoll.Besonders wichtig sind für Schatz weitere Schritte zur Unterstützung junger Arbeitssuchender: Trotz Ausbildungs- und Beschäftigungsgarantie stehen viele junge Menschen auf der Straße. Die Informationen über aktuelle Programme kommen oft nicht bei ihnen an. Das AMS hat hier ein massives Kommunikationsproblem.





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