Autor

LANDESSPRECHERIN

Astrid Roessler

20.02.2012 09:46

GRÜNE überreichen Umweltlandesrat Blachfellner die „Narrenkappe zum Faschingssonntag“ und protestieren scharf gegen den geplanten „Maut- und Fluglärmdeal“

Landesrat Blachfellners Ankündigung zum Faschingsende, mit einer Mautfreistellung auf dem am meisten frequentierten Autobahnabschnitt von Salzburg Nord bis Salzburg Süd angeblich einige Wohngebiete von Mautflüchtlingen entlasten zu wollen, ist nicht einmal als kurioser Faschingsscherz akzeptabel. Den lärm- und abgasgeplagten BewohnerInnen von Taxham bis Itzling müsste jedenfalls das Lachen sofort vergehen.

Ausgerechnet den seit Jahren von Autobahnlärm, Fluglärm und Luftschadstoffen massivst betroffenen Stadtteilen entlang der Westautobahn sollen jetzt durch eine Mautfreistellung noch weitere Verschlechterungen aufgebürdet werden. Umwelt-Landesrat Blachfellner scheint entgangen zu sein, dass genau dieses Gebiet wegen anhaltender Grenzwertüberschreitungen von ihm selbst zum Luftsanierungsgebiet verordnet werden musste.

Dass für die Mautfreistellung jetzt auch noch Landesgelder an die ASFINAG fließen sollen, womöglich sogar aus dem Umweltressort, ist an Widersinnigkeit nur noch dadurch zu überbieten, dass diese Maßnahme als „Gegengeschäft“ in der Fluglärmdebatte mit Freilassing angeboten werden soll. Nach Blachfellners Plan sollen Bayerische Besucher in Salzburger Einkaufszentren gelockt werden und dafür beim Fluglärm weniger empfindlich sein.

Rössler: „Mit Blachfellners Logik kommen dieselben Stadtteile gleich zweimal zum Handkuss: noch mehr Autobahnverkehr und Luftbelastung durch Mauterlass und Fortschreibung der hohen Fluglärmbelastung. Salzburgs Umweltschutz kommt damit endgültig und im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder. Umweltlandesrat Blachfellner verdient sich damit zum Faschingssonntag die „Narrenkappe“ und jedenfalls eine dringliche Anfrage im Landtag.“





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