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am 19. März

Noch mehr Tiefkühlkost statt „Frisch gekocht“ in Salzburgs Schulen

Simon Heilig-Hofbauer - Bildungssprecher Labg. Heilig-Hofbauer: „Stadt SPÖ konterkariert erneut Forderung des Landesparteivorsitzenden Steidl.“

Am Freitag stellte die ressortzuständige SPÖ-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer im Rahmen einer Pressekonferenz ihren Plan zur Abschaffung der städtischen Horte vor. Diese sollen in Zukunft durch Stätten für schulische Tagesbetreuung ersetzt werden. In den städtischen Horten wurde bisher jeweils frisch gekocht. Mit der Reform ist aber Schluss damit. Statt frischem Essen soll laut Presseunterlage in „Aufbereitungsküchen“ investiert werden.

Das ist ein trauriger Rückschritt. Anstatt an den Schulen endlich frisch, biologisch und regional zu kochen soll also noch mehr Tiefkühlware „aufbereitet“ werden“, ärgert sich der Grüne Bildungssprecher Landtagsabgeordneter Simon Heilig-Hofbauer. „Statt in die Gesundheit unserer Kinder zu investieren steht erneut der Spargedanke im Vordergrund. Ein sehr kurzsichtiges Sparen!“, so Heilig-Hofbauer weiter.

Damit konterkariert die Stadt-SPÖ zudem erneut die Forderung ihres Landesparteivorsitzenden Walter Steidl, der im Sommer 2016 großflächig „Frisch gekocht in allen Schulen“ plakatiert hatte. Wie eine Erhebung des Landesschulrates damals zeigte, wird in den Landbezirken bereits an über 95 Prozent der Schulstandorte, die eine schulische Nachmittagsbetreuung anbieten, frisch gekocht. Ganz anders in der Stadt Salzburg: hier bekommen 25 von 32 Standorten Tiefkühlkost, die aus Niederösterreich angekarrt wird. Auch die abgefragte Zufriedenheit mit dem Essen war in der Stadt signifikant schlechter (nur rund 28% finden das Essen „größtenteils in Ordnung“).

„Die Hortküchen werden abgedreht, dafür kommt noch mehr Tiefkühlkost. Weiter können die plakatierten Forderungen und die praktizierte Wirklichkeit kaum auseinanderliegen“, so Heilig-Hofbauer in Richtung SPÖ. „Das ist schlau, das ist gesund, das ist machbar!“ heißt es auf der Homepage der Landes SPÖ. „Die Stadt-SPÖ zeigt, dass die Versprechungen von Steidl nur Marketing und leere Worthülsen sind, so Heilig-Hofbauer abschließend.

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