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am 20. Juli

Dokumentationsstelle für politischen Islam soll „Graue Wölfe“ in den Fokus nehmen

Simon Heilig-Hofbauer - LAbg. Heilig-Hofbauer: Türkischer Rechtsextremismus auch in Salzburg sehr aktiv

Noch in diesem Monat soll die neue Dokumentationsstelle für politischen Islam ihre Arbeit aufnehmen, wie die Bundesregierung diese Woche angekündigt hat. Die jüngsten Ausschreitungen in Wien dürften die Einrichtung der Stelle beschleunigt haben. Es gibt aber nicht nur in der Bundeshauptstadt Handlungsbedarf, wie der GRÜNE Demokratiesprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer klarstellt: „Salzburg hat immer noch eine sehr aktive Szene türkischer Rechtsextremisten. Die als faschistisch eingestuften ‚Grauen Wölfe‘ sind in mehreren Vereinen und Moscheen organisiert. Ich möchte nicht darauf warten, dass es auch bei uns gewaltsame Auseinandersetzungen gibt“, so Heilig-Hofbauer. „Die neu geschaffene Dokumentationsstelle politischer Islam soll daher auch in Salzburg die Szene um die Grauen Wölfe in den Fokus nehmen“, fordert der GRÜN-Abgeordnete.

Graue Wölfe werden vorsichtiger

Seit der „Wolfsgruß“ 2018 durch das Symbole-Gesetz verboten wurde, ist dieser auch weitgehend von veröffentlichten Fotos der Grauen Wölfe verschwunden. „Die Grauen Wölfe in Salzburg sind in den letzten zwei Jahren wesentlich vorsichtiger geworden“, beobachtet Heilig-Hofbauer. „Der heulende Wolf wurde aus dem Logo der Grauen Wölfe Moschee entfernt, Fotos die den Regionalpräsidenten des Vereins mit Wolfsgruß zeigen wurden gelöscht. Die Ideologie ist deswegen aber nicht weniger extrem oder gefährlich geworden“, so der GRÜNE Demokratiesprecher.

 „Mir ist es wichtig zwischen dem Islam als Religion und dem religiös motivierten Extremismus der Grauen Wölfe zu unterscheiden. Letzterer ist eine Gefahr für die Demokratie und ein friedliches Zusammenleben“, so Heilig-Hofbauer abschließend.