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am 6. Februar

FPÖ Salzburg: Haben Svazek-Vize und Geschäftsführer Nazi-Sympathisanten gedeckt?

Simon Heilig-Hofbauer - Skandal um ehem. Seekirchner Gemeindevertreter wirft weitere Fragen auf.

Wie das Salzburger Fenster in seiner heutigen Ausgabe berichtet hat ein Burschenschafter und ehemaliger Gemeindeverteter der FPÖ-Salzburg über Jahre einschlägige Sympathien für NS-Kriegsverbrecher bekundet und auch sonst eine auffällige Nähe zum Nationalsozialismus erkennen lassen (Screenshots stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung!). Der besagte Burschenschafter war von 2014 bis 2017 Mitglied in der Gemeindevertretung der Stadtgemeinde Seekirchen am Wallersee und auf Platz 3 der FPÖ-Ortsliste. Das Pikante daran: der dortige freiheitliche Ortsparteiobmann ist Manfred Stöllner, Stellvertreter von Landesparteiobfrau Marlene Svazek. Der stellvertretende Ortsparteiobmann ist Hermann Kirchmeier, der freiheitliche Landesgeschäftsführer, Fraktionsobmann und Seekirchner Stadtrat.

Für den GRÜNEN Demokratiesprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer wirft das einige Fragen auf: „Hat die Spitze der Salzburger FPÖ nicht erkannt, dass sie drei Jahre lang mit einem offensichtlichen Nazi-Sympathisanten in einer gemeinsamen Fraktion gesessen ist? Ist die FPÖ wirklich so blind am rechten Auge oder wurden diese Nazi-Entgleisungen bewusst gedeckt?“

Auf Facebook hat der Ex-Gemeindevertreter keinen Hehl aus seiner Weltanschauung gemacht. Er war dort seit Jahren unter anderem mit einschlägig bekannten Neonazis befreundet, hat Lieder von Neonazi-Bands geteilt und für schlagende Burschenschaften geworben. Svazek-Vize Stöllner verteidigte seinen ehemaligen Schützling im Salzburger Fenster: Er sei ein „anständiger, aufrichtiger Junge“ gewesen. „Wie viele solcher ‚anständigen‘ und ‚aufrichtigen‘ Rechtsextremen gibt es in der Salzburger FPÖ noch?“, will Heilig-Hofbauer von FPÖ-Chefin Svazek wissen. „Offensichtlich reicht der rechtsextreme und braune Rand bis in die Spitze der Salzburger FPÖ hinein. Statt einer klaren Distanzierung rückt die Parteiführung sogar zur Verteidigung aus“, wundert sich der GRÜN-Abgeordnete. „Hat Svazek ihre Partei nicht im Griff oder deckt auch sie solches Verhalten?“, fragt Heilig-Hofbauer.