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am 6. November

Gemeindewahlen 2019: GRÜNE gehen mit LAbg. Humer-Vogl in die Halleiner Bürgermeister-Wahl

Kimbie Humer-Vogl - Kandidatin will Hallein „familienfreundlicher“ gestalten – bessere Angebote bei Pflege, Kinderbetreuung und Mobilität

Um Familie, Kinderbetreuung und Pflege kümmern sich in unserer Gesellschaft nach wie vor hauptsächlich Frauen. Doch über die Rahmenbedingungen, welche Frauen in diesen Bereichen vorfinden, entscheiden meist männlich dominierte politische Gremien, für die Familien-, Frauen- und Sozialfragen nur selten in der gleichen Liga spielen wie Verkehrs- oder Raumordnungsfragen. Eine, die das ändern will, ist die Grüne Landtagsabgeordnete Kimbie Humer-Vogl aus Hallein: „Priorität auch in finanzieller Hinsicht wird es für Angebote in der Kinderbetreuung und der Pflege erst dann geben, wenn Frauen in politischen Ämtern mit Einfluss sitzen“, so die Abgeordnete und Bezirkssprecherin der Tennengauer GRÜNEN, die zugleich ankündigt: „Ich werde bei den Gemeindewahlen im März nächsten Jahres als Bürgermeisterin kandidieren.“

Von einer guten familien- und frauenfreundlichen Ausgestaltung profitiert die gesamte Gesellschaft. Die Entwicklung in zig Städten und Gemeinden zeigt, dass die Politik gut beraten ist, bei ihren Entscheidungen die Bedürfnisse von Frauen stärker zu berücksichtigen: „Frauen ziehen eher weg als Männer. Aber wenn Frauen gehen, dann nehmen sie die nächste Generation gleich mit“, erläutert Humer-Vogl.

AUSBAU VON KINDERBETREUUNG UND PFLEGEANGEBOTEN

Hallein hat in Sachen „familienfreundlicher Infrastruktur“ jedenfalls durchaus Nachholbedarf. In der Kinderbetreuung etwa fehlt es an Plätzen, zum Teil sind die Öffnungszeiten zu wenig flexibel. Vor allem in den Ferienzeiten sind Eltern vor große Herausforderungen gestellt und dringend auf attraktivere Angebote angewiesen.

Mindestens genauso groß ist das Problem bei den Pflegeplätzen: Für Senioren und Seniorinnen, die beispielsweise als Pflegefall aus dem Krankenhaus entlassen werden, ist es oft nicht möglich, zeitnah einen Pflegeplatz zu bekommen. Für die Pflege daheim wiederum braucht es mehr Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Was für die Abgeordnete auch zu einer „familienfreundlichen“ Gemeinde gehört: „Wohnungen, die sich die Menschen leisten können.“ 

MODERNE MOBILITÄT: MEHR ALS AUTO

Nach Ansicht der Grünen Halleiner Bürgermeister-Kandidatin gibt es aber nebst familien- und sozialpolitischen Fragen noch ein weiteres Thema, mit dem sich die Stadtgemeinde in Zukunft wesentlich intensiver befassen muss. „Gerade der letzte Sommer hat gezeigt, dass wir Klimaveränderungen entgegensteuern, die uns vor ernste Herausforderungen stellen werden. Der kürzlich veröffentliche Welt-Klimabericht hat es an Deutlichkeit nicht mangeln lassen: Wenn wir nicht umgehend jede mögliche Klimaschutzmaßnahme ergreifen, werden die Klimaveränderungen bereits in 22 Jahren gravierend und für uns nicht mehr zu bewältigen sein.“

Hallein habe auch hier „noch sehr viel Luft nach oben“. Humer-Vogl: „Genannt werden muss hier an erster Stelle der Verkehr, der unsere schöne Stadt täglich zu Stoßzeiten, aber auch an den Reisewochenenden regelmäßig lahm legt und immer wieder zu besorgniserregenden Luftwerten führt.“ Attraktive Angebote, die den Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn oder auch das Fahrrad erleichtern, seien das Gebot der Stunde, ist die Bürgermeister-Kandidatin überzeugt: „Andere Städte zeigen vor, welche Veränderungen im Mobilitätsverhalten ein gut ausgebautes Radwegenutz plötzlich bringt. Das können wir in Hallein auch, wir müssen es nur wollen.“

Gerade in Sachen Mobilität dürfe aber keinesfalls auf „Barrierefreiheit“ vergessen werden. Und hier schließt sich für Humer-Vogl der Kreis zu den übrigen Themen: „Ob mit Rollstuhl oder Kinderwagen, ob generell oder nur in einer bestimmten Lebensphase beeinträchtigt – von barrierefreien Zugängen profitieren wir alle.“

Details zur Liste der Halleiner Grünen:

LAbg. Kimbie Humer-Vogl steht für die Bürgermeister-Wahl zur Verfügung, die Liste der Halleiner Grünen wird von Wilfried Humer-Vogl angeführt. Die übrigen Listenplätze will die Grüne Gemeindegruppe in den nächsten Wochen entscheiden.

Infos zu den Grünen Gemeindegruppen im Tennengau:

Die Grünen werden im Tennengau mit Ortsgruppen in Oberalm, Hallein und Kuchl zur Gemeindevertretungswahl antreten und hier auch Bürgermeister-KandidatInnen stellen. In Puch ist nach einem personellen Wechsel die Wieder-Kandidatur einer Grünen Ortsgruppe geplant. In weiteren Orten laufen Gespräche.