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am 3. September

Goldegg-Denkmal: GRÜNE empört über Schmieraktion

Martina Berthold - "Die Schmieraktion zeigt, wie wichtig Vergangenheitsbewältigung nach wie vor ist."

"Das Beschmieren des Deserteurdenkmals schmäht symbolisch noch einmal all jene Menschen, die seinerzeit auf die ihnen mögliche Art und Weise versucht haben, sich dem nationalsozialistischen Regime zu entziehen. Zugleich zeigt die Schmieraktion, wie not Vergangenheitsbewältigung auch heute, mehr als 70 Jahre nach Ende der NS-Zeit, immer noch tut." So kommentiert LAbg. Martina Berthold, Klubchefin der Grünen im Landtag, die Schmierereien auf dem Goldegger Deserteursdenkmal.

Die Geschehnisse rund um die Goldegger Deserteure der NS-Zeit beschäftigen den Ort nach wie vor, "hier schwelt eine offene Wunde", so Berthold. Diese zu heilen, erfordere ein gemeinsames Hinschauen. In diesem Sinne seien die Aktivitäten der Gemeinde und des Goldegger Kulturvereins wie die nun anstehende Buchpräsentation ("Schwedenreiter") oder die wissenschaftliche Aufarbeitung der umstrittenen Ortschronik zu begrüßen. "Gerade jetzt, in einer Zeit, in der nationalistische Strömungen rund um den Globus zunehmen, ist die Befassung damit wieder wichtiger denn je. Es geht dabei nicht bloß um die Bewältigung der Vergangenheit, es geht vor allem um unser aller Zukunft", ist die GRÜN-Politikerin überzeugt.​