gruene.at
Navigation:
am 27. Mai

GRÜNE Landesversammlung: Abschied von Astrid Rössler

GRÜNE Salzburg - Große Emotionen, viel Applaus und Standing Ovations für scheidende Landessprecherin – Grüne Politik als „Liebeserklärung an die Menschheit“

Mit einer höchst emotionalen Rede – immer wieder unterbrochen von Applaus und Standing Ovations – verabschiedete sich Astrid Rössler bei der Landesversamlung der Salzburger Grünen als Parteichefin. Ihre Jahre in der Politik (von 2009 bis 2018) seien für sie eine unglaublich bereichernde Zeit gewesen, so Rössler. In dieser Zeit seien auch ihre vier Enkelkinder geboren wurden, und an diesen sehe man, „wofür wir das machen. Wir machen es für die, die nach uns kommen“. ​

Die fünf Jahre der Grünen Regierungsbeteiligung wertete die scheidende als fünf fulminante Jahre, in denen es die Grünen mit drei Ressorts „krachen haben lassen“. Mit Konsequenz und einer gewissen Sturheit habe man auch schwierige Projekte angepackt und unbequeme Entscheidungen getroffen. „Vielleicht haben wir den Menschen zuviel zugemutet“, resümierte Rössler. Mit den neun Prozent bei der Landtagswahl habe sie „nicht gerechnet“ und damit sei sie auch nicht zufrieden gewesen. Sie sei zurückgetreten, um den Weg für einen unbelasteten Grünen Neustart frei zu machen.

Für ihren Nachfolger wünsche sie sich die gleiche Unterstützung, wie sie sie erfahren durfte, meine die scheidende Landessprecherin. „Als ich 2009 in die Politik gekommen bin, hat auch keiner gewusst, was schafft die.“ Was sie getragen habe, sei die breite Unterstützung der Grünen Gemeinschaft gewesen.

Wofür die Grünen in der Vergangenheit standen und auch in Zukunft stehen werden, fasste Rössler mit ihrem persönlichen Leitmotiv zusammen: „Wir sind, was wir beschützen, wofür wir kämpfen.“ Und schloß diesen Teil mit dem Satz: „Grüne Politik ist eine Liebeserklärung an die Menschheit und das wird sie immer bleiben.“

Was sie jetzt vorhabe? „Keine Ahnung“, sagte Rössler am Ende ihrer Rede. Zwei Dinge stehen im Raum: Ukulele spielen lernen und möglicherweise die Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter absolvieren, um vielleicht einen Bio-Bauernhof zu führen.

Rund um Rösslers Rede standen noch mehrere weitere Dankesbekundungen an, unter anderem von Geschäftsführer Rudi Hemetsberger, Klubchef Cyriak Schwaighofer, Landesrätin Martina Berthold, Gemeindevertretern, Teilorganisationen und Mitgliedern.