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am 3. Juli

Landesversammlung der GRÜNEN: „Volle Kraft voraus!“

- „Zusammenhalten, Segel setzen, volle Kraft voraus und hart am Wind bleiben!“ Auf diesen Kurs stimmte LHStv. Astrid Rössler heute, Samstag, Salzburgs GRÜNE bei ihrer Frühjahrs-Landesversammlung ein, die unter dem Motto „Salzburg hat Herz, Hirn und Mut“ über die Bühne ging.

Man segle „in rauher See“, doch gerade angesichts der großen sozialen und ökologischen Probleme „muss die Grüne Flotte jetzt zusammenstehen“, betonte Rössler. Dem Führungsteam auf Bundesebene – Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek und Bundessprecherin Ingrid Felipe – sprach Rössler, ihres Zeichens selbst Skipperin mit Küstenpatent, die volle Unterstützung der Salzburger GRÜNEN aus. 

Die Landessprecherin ging in ihrer Rede auf die umfassenden Veränderungen ein, die sich seit der letzten Landesversammlung im Herbst des Vorjahres ereignet hatten: „Seither ist unglaublich viel geschehen. Am 8. November hat die Weltmacht USA einen Präsidenten gewählt, der als erstes das Gesundheitssystem gekippt und aus dem Klimaschutzvertrag ausgestiegen ist.“ Nur einen Monat später habe ein deutlich kleineres Land ebenfalls seinen Präsidenten gewählt und sich mit dabei für Weltoffenheit entschieden: „Darauf können wir stolz sein.“ Alexander Van der Bellen stehe für die Seele und die Wärme, die es mehr als je zuvor brauche.


„Zusammenhalten, Segel setzen, volle Kraft voraus und hart am Wind bleiben“
Astrid Rössler, Landessprecherin

Denn daran gäbe es keinen Zweifel: „Die Veränderungen sind noch nicht abgeschlossen, die GRÜNE Flotte segelt in rauher See.“ Weltweit seien 65 Millionen Menschen auf der Flucht, und „die Bundesregierung diskutiert nicht über mehr Hilfe zur Krisenbewältigung und humanitären Hilfe vor Ort, sondern über die Schließung von Fluchtrouten und über die Kürzung der Mindestsicherung“. Salzburgs Grüne würden hier so gut es geht gegenhalten, „Salzburg hat die Mindestsicherung nicht gekürzt.“ 

Salzburg nehme auch die Bekämpfung der Luftschadstoffe ernst, „da kann schon mancher Shitstorm kommen“, so Rössler in Anspielung auf den Widerstand gegen Tempolimits. Salzburg habe auch den maßlosen Bodenverbrauch sowie die Stärkung der Ortskerne und damit des ländlichen Raums in Angriff angenommen: „Das neue Raumordnungsgesetz ist am Mittwoch im Landtag beschlossen worden und es ist ein gutes Gesetz für unser Land“, erklärte Rössler, die zugleich ein klares Bekenntnis zu den Gemeinden ablegte: „Unsere Gemeinden sind gewachsene Orte der Gemeinsamkeit. Wenn wir möglichst gute Chancen in allen Landesteilen wollen, dann braucht es ein Maßnahmenpaket, wie es jetzt im ROG verankert ist.“ 

In Anspielung auf die bundespolitische Situation betonte die Landessprecherin weiters den hohen Wert der Basisdemokratie. So wie auf Bundesebene der Bundeskongress bilde auf Landesebene die Landesversammlung – und damit die Versammlung aller Mitglieder – das höchste Gremium der Grünen. „Wir nehmen die Basisdemokratie ernst, wir wollen, dass ihr mitentscheidet, das unterscheidet uns von anderen Parteien.“ 

Für Salzburgs Grüne Landessprecherin sind „die Schiffe unserer Grünen Politik mit der Sehnsucht nach einer besseren Welt, einer friedlicheren Welt gebaut“. Es gehe um mehr Respekt und Rücksicht, um einen behutsameren Umgang mit der Natur und noch viel mehr um einen mitfühlenderen Umgang  mit den Menschen. „Das ist es, was uns Grüne antreibt.“ 

Rössler, die selbst das Küstenpatent besitzt und als Skipperin schon so manch kritische  Situation zu meistern hatte, appellierte an die Landesversammlung zusammenzustehen: „Bei Sturm und Wellengang bleibt keine Zeit für Experimente, da kommt es darauf an, dass jeder seinen Platz kennt und seine Aufgaben erfüllt. Unsere Skipper sind gewählt, sie tragen die Verantwortung, jetzt braucht es unser Vertrauen, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen.“   

Mit Ingrid Felipe und Ulrike Lunacek hätten die GRÜNEN „eine sehr starke Führungsspitze“, beide seien Kämpferinnen mit politischer Erfahrung und viel Sportsgeist, so Rössler, die für die Nationalratswahl das Motto ausgab: „Volle Kraft voraus, Segel setzen und hart am Wind bleiben!“