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am 10. September

Neues Salzburger Teilhabe-Gesetz in LEICHTER SPRACHE

Kimbie Humer-Vogl - Das Salzburger Behinderten-Gesetz regelt die Leistungen für Menschen mit Behinderung, die vom Land Salzburg bezahlt werden. Zum Beispiel Therapien oder Hilfsmittel.

Das Salzburger Behinderten-Gesetz gibt es seit dem Jahr 1981.

Weil das Gesetz schon alt ist, muss es immer wieder verbessert werden.

Die letzte Verbesserung ist 2017 gemacht worden.

Jetzt wird das Gesetz noch einmal verbessert.

Wenn ein Gesetz verbessert wird, nennen wir das "Gesetzes-Novelle".

Wie eine „Gesetzes-Novelle“ gemacht wird, steht am Ende dieses Berichtes.


Das sind die drei wichtigsten Änderungen in der neuen Gesetzesnovelle


1. Das neue Gesetz heißt jetzt Salzburger Teilhabe-Gesetz

Das Wort „Teilhabe“ beschreibt das Ziel des Gesetzes besser.

Das Gesetz soll Menschen mit Behinderungen unterstützen,

damit  sie an der Gesellschaft teil nehmen können.


2. Der Pflege-Regress für Menschen mit Behinderung wird abgeschafft

​Der Pflege-Regress bedeutet: 

Menschen, die genug Vermögen haben (Geld oder Besitz),

müssen ihre Pflege oder Betreuung selbst bezahlen.

Bisher war es so:

Wenn Menschen mit Behinderungen viel Vermögen hatten,

mussten sie für die Leistungen des Landes etwas dazu zahlen.

Zum Beispiel:  Ein Mensch mit Behinderung der genug Geld hat,

aber Pflege braucht, musste selbst die Pflegekosten bezahlen.


Oder:

Ein Mensch mit Behinderung der genug Geld hat,

aber in einer Werkstätte arbeitet,

musste für die Betreuung in der Werkstatt zahlen.

In Zukunft muss kein Mensch mit Behinderung mehr bezahlen,

wenn er oder sie Betreuung und Pflege braucht.

Diese neue Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Jänner 2019.

Das heißt:

Wer ab dem 1. Jänner 2019 etwas für seine oder ihre Pflege oder Betreuung bezahlt hat,

bekommt das Geld zurück.

Der Grund für diese Gesetzesänderung,

war ein Beschluss des Bundes im Parlament.

Aber die Salzburger Lösung ist sogar noch besser als der Beschluss des Bundes.

Weil in Salzburg auch Pflege und Betreuung in teilstationären Einrichtungen

nicht mehr bezahlt werden muss.

Also zum Beispiel in Werkstätten.


3. Erstmals ist auch der Psychosoziale Dienst im neuen Gesetz angeführt

Der Psychosoziale Dienst ist eine wichtige Einrichtung des Landes

für Menschen mit psychischen Problemen.

Zum Beispiel für Menschen mit Depressionen oder für Menschen mit Alkoholproblemen.

Beim Psychosozialen Dienst arbeiten zum Beispiel

Ärzte und Ärztinnen und Psychologen und Psychologinnen.

Diese beraten die Menschen mit psychischen Erkrankungen und auch ihre Angehörigen.

Der Psychosoziale Dienst ist jetzt eine Leistung des neuen Teilhabe-Gesetzes.