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am 10. Dezember 2018

WAHLEN 2019: GLOBETROTTERIN UND PRODUKTMANAGERIN FÜHRT LISTE „GRÜNE und UNABHÄNGIGE GRÖDIG“ AN

GRÜNE Salzburg - Monika Kriechbaum (55) setzt auf Beteiligung und möchte Grödig „weg von der Durchzugsgemeinde hin zur Wohngemeinde“ gestalten – Unterstützung von Stadt-Spitzenkandidatin Martina Berthold

Monika Kriechbaum, Produktmanagerin in der Reisebranche, wird die GRÜNEN und UNABHÄNGIGEN Grödig als Spitzenkandidatin für die Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl anführen. Das Ziel der 55-Jährigen: „Mit möglichst vielen Grödigerinnen und Grödigern gemeinsam daran arbeiten, wohin sich unsere Gemeinde in den nächsten 10, 20 Jahren entwickeln will. Damit unser Ort wieder von einer Durchzugsgemeinde zu einer Wohngemeinde wird.“ 

Unterstützung, sowohl was die inhaltlichen Vorhaben als auch die Kandidatur betrifft, erhält Kriechbaum von der GRÜNEN Bürgermeister-Kandidatin für die Stadt: Martina Berthold. „Die Probleme machen nicht an Gemeindegrenzen Halt. Egal, ob Verkehrsbelastung oder teurer Wohnraum – das ist für die Stadt nur in Kooperation mit den Umlandgemeinden lösbar“, betont die Spitzenkandidatin der Stadt-Grünen bei einem gemeinsamen Pressegespräch.

Fürstenbrunn und Glanegg: Engpass bei Nahversorgung und Öffi-Anbindung

An oberster Stelle steht für Kriechbaum ein Verkehrskonzept. Zum einen aus Klimaschutzgründen, zum anderen aufgrund der direkt spürbaren Belastung: „Wir haben Messdaten über die Lärm- und Schadstoffbelastung, die sehr hoch und gesundheitsschädlich ist.“ In direktem Zusammenhang mit der Steuerung von Verkehrsströmen steht die Schaffung von Wohnraum auf dafür geeigneten Flächen, sowie die Stärkung der Ortskerne: „Wir müssen in Hinkunft dafür sorgen, dass es dort, wo Wohnungen entstehen, auch die entsprechende Infrastruktur gibt und man nicht ständig das Auto braucht.“ Bei guten Busverbindungen und mehr Infrastruktur an Geschäften falle der Umstieg aufs zu Fuß gehen, das Fahrrad zu nehmen oder mit dem Bus zu fahren, wesentlich leichter.

Vor allem bei den Ortsteilen Fürstenbrunn und Glanegg gäbe es einiges zu tun: Aktuell ist dort für 2.900 EinwohnerInnen nur eine bescheidene Nahversorgung gegeben. Und auch die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr lässt zu wünschen übrig. „In die Stadt Salzburg fährt der Bus in relativ kurzen Intervallen, doch wer von Fürstenbrunn oder Glanegg nach Grödig oder St. Leonhard will, muss gut planen, auf den Strecken innerhalb der Gemeinde verkehrt der Bus nur spärlich.“

In Zusammenarbeit mit Firmen und Landeshauptstadt: Mobilitätskonzepte für die
Pendlerströme

Um das Verkehrsproblem in den Griff zu kriegen, gelte es, auch die ansässigen Firmen einzubinden. Konkret könnte die Gemeinde Unternehmen bei der Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes unterstützen, um Lösungen für deren MitarbeiterInnen zu finden. Bei neuen Wohnsiedlungen wiederum könnte die Gemeinde „der Motor“ für ein CarSharing-Projekt sein. „Es ist ein Unterschied, ob man eine Idee bloß zulässt oder sie aktiv unterstützt. Oder sie sogar als treibende Kraft forciert!“ ist die Spitzenkandidatin der Grünen und Unabhängigen Grödig überzeugt. 

Gerade in der Frage von Mobilitätslösungen für MitarbeiterInnen sieht auch Berthold großes Potenzial zur Zusammenarbeit für die Landeshauptstadt und Grödig: „Es sind die Pendlerströme aus und in die Umlandgemeinden, die uns Probleme machen. Das können wir nur gemeinsam lösen.“

Für Kriechbaum liegt im „Miteinander und vor allem dem Miteinanderreden“ die große Chance auf positive Veränderung. Dazu gehört für sie ganz besonders die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Konzepte für eine andere Mobilität oder attraktive und „geschäftige“ Ortskerne würden nur dann funktionieren, „wenn wir die Bevölkerung einbinden“, ist die Grödiger Spitzenkandidatin überzeugt. „Alle Wünsche wird man nie erfüllen können, doch hat die Person im Bürgermeisteramt die Pflicht das Beste zu geben, um den größten gemeinsamen Nenner für alle zu finden.“

Schleichende Entwicklung nach mehrjähriger Abwesenheit wahrgenommen

​In Sachen „Beteiligung“ herrsche in Grödig jedenfalls Nachholbedarf. „Wenn bei Informationsabenden der Gemeinde Menschen nicht ernst genommen oder sogar belächelt werden, weil sie unangenehme Fragen stellen, dann ist das nicht Ordnung“, so die Bürgermeister-Kandidatin. Gerade in puncto Verkehrsbelastung habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren zu wenig auf die Menschen geachtet, die davon betroffen sind. Beschwerden über den immer lauter gewordenen Verkehrslärm seien lange auf taube Ohren gestoßen: „Da mussten Leute privat Lärmmessungen durchführen, um endlich gehört zu werden. Davor wurde einfach durch- und drübergefahren.“

Ihr selbst sind Themen wie „Gemeindeentwicklung“ und „Verkehrsbelastung“ erst richtig ins Bewusstsein gerückt, als sie nach einer fünfjährigen Abwesenheit wieder nach Grödig zurückgekehrt ist, schildert Kriechbaum: „Da habe ich gesehen, welche Entwicklung mein Heimatort genommen hat. Und gemerkt, dass in der Gemeindeführung zu wenig Augenmerk auf die Bedürfnisse der Bevölkerung gelegt worden ist. Das ist eine schleichende Entwicklung, ich musste offensichtlich selbst erst weg, um das so wahrzunehmen.“ 

Bunt: Mehr als 15 KandidatInnen auf Grödigs Grüner und Unabhängiger Liste

​Dass die Grüne und Unabhängige Grödiger Bürgermeister-Kandidatin für ihre Vorhaben mit breitem Zuspruch rechnen darf, lässt sich anhand der Liste mutmaßen: Schon jetzt sind 15 bis 20 Personen quer durch alle Alter- und Berufsgruppen bereit, Kriechbaum mit einer Kandidatur auf der GRÜNEN und UNABHÄNGIGEN Liste zu unterstützen. „Wir sind breit aufgestellt, viele Grödigerinnen und Grödiger wollen mitmachen, da steckt eine unglaublich schöne Dynamik drin“, freut sich Kriechbaum

Zur Person:
Monika Kriechbaum ist am 21. März 1963 geboren und im Grödiger Ortsteil Fürstenbrunn aufgewachsen. Nach der Uni fasste die Grödigerin in der Reisebranche Fuß, ihr Beruf führte sie mehr als 25 Jahre lang rund um den Globus. Aktuell organisiert die Mutter einer 18-jährigen Tochter für einen Reiseveranstalter Erlebnis- und Trekkingtouren. Ehrenamtlich ist sie im Flüchtlingsbereich engagiert, wo sie in der Basisbildung mit geflohenen Menschen arbeitet.