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am 3. November

40-Jahre-Zwentendorf: „Energie­wende“ wichtiger denn je

Heinrich Schellhorn - „Immer noch importieren wir zu viel Atomstrom. Damit wird erst Schluss sein, wenn wir völlig auf Erneuerbare Energien umgestiegen sind.“

Am 5. November ist es 40 Jahre her, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher bei einer Volksabstimmung mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen die Atomkraft ausgesprochen haben. Salzburg war eines von vier Bundesländern, in welcher die Entscheidung NEIN war. Heinrich Schellhorn, Landessprecher der Salzburger GRÜNEN, nimmt den Jahrestag zum Anlass, um für einen rascheren Umstieg auf die „Erneuerbaren“ zu plädieren. 

„Der Widerstand gegen das seinerzeit fertig gebaute Atomkraftwerk war unglaublich wichtig und richtig. Tschernobyl und Fukushima haben uns die lebensbedrohlichen Risiken der Atomenergie dramatisch vor Augen geführt“, erinnert Schellhorn an die beiden größten Reaktorunfälle in der kurzen Geschichte der Atomkraft und bedankt sich bei den vielen Menschen, die sich damals wie heute gegen Atomkraft stark machen. 

800 Millionen Euro zahlt Salzburg für importierten Strom

Doch trotz des „Nein“ zu Atomkraftwerken im eigenen Land, hänge auch Österreich nach wie vor am Tropf der Atomenergie. Allein Salzburg importiert jährlich Strom im Wert von 800 Millionen Euro. „Dieser stammt oft genug aus Kohle- und Atomkraftwerken“, erklärt Schellhorn, der das Geld lieber in Erneuerbare Energieträger in Salzburg investiert sähe.

„Um das Klimaziel „100 Prozent Strom aus Erneuerbaren“ zu erreichen, haben wir massiven Handlungsbedarf“, so der GRÜNEN-Chef. Denn wir treten auf der Stelle: eit 1990 stagniert in Österreich der Anteil, den die Erneuerbaren Energieträger an der Stromproduktion haben. Das, was neue Photovoltaik-, Biomasse-, Geothermie oder sonstige Erneuerbare Energieanlagen an Strom produzieren, wird prompt vom Mehrverbrauch „gefressen“. 

Lösung: Erneuerbare Energien

„Die damaligen Stimmen gegen die Atomkraft in Österreich sind für uns GRÜNE ein eindeutiger Auftrag uns für den Ausbau erneuerbarer Energie stark zu machen. Um Strom zur Gänze aus Erneuerbaren zu produzieren, können wir es uns nicht leisten, auf einen Öko-Energieträger zu verzichten. Wir brauchen einen ausgewogenen Mix an Wasser, Wind, Sonne um energieautark und frei von Atomstrom zu sein.“​