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am 4. Jänner

GRÜNE: ATOMKRAFT VERHINDERT AUSBAU VON ERNEUERBAREN ENERGIEN

Josef Scheinast - Die Atomkraft ist ökonomisch und ökologisch verantwortungslos!

„Die Atomkraft ist kein Klimaretter, sondern ein Auslaufmodell.“ Der GRÜNE Energiesprecher LAbg. Josef Scheinast übt scharfe Kritik an den Plänen der EU-Kommission, die Nuklearkraft grün zu waschen. Für ihn ist der Vorstoß, im Rahmen der so genannten Taxonomie Investitionen in AKWs als nachhaltig zu labeln, völlig unsinnig. „Natürlich betonen Lobbyisten, dass die Klimaneutralität ohne die Atomkraft nicht erreicht werden kann. Es tritt aber genau das Gegenteil ein, weil aufgrund der astronomischen Kosten der Kernkraft der Ausbau von echtem Klimaschutz und Erneuerbaren Energien extrem erschwert wird“, so der GRÜN-Abgeordnete.

Klimaneutralität ohne Atomstrom erreichen

Österreich hat sich 1978 gegen die Nutzung der Atomkraft ausgesprochen. Dieses Nein sei angesichts des Gefahrenpotenzials der Kernenergie nach wie vor gut und richtig. „Wir müssen die Klimaneutralität ohne Atomstrom erreichen. Die EU-Kommission täte gut daran, glaubwürdige Klimaschutzpolitik zu betreiben und auf eine atomfreie Energiezukunft zu setzen“, so Scheinasts Worte in Richtung Brüssel. Sich die großen ungelösten Probleme der Atomkraft jetzt mit einem „grünen Mascherl“ wegzulügen sei ein absoluter Irrweg. Die Kernenergie ist global gesehen ein Auslaufmodell.

Renaissance der Kernenergie auf Kosten nachfolgender Generationen

Eine Renaissance der Kernkraft wäre ein völliger ökologischer und ökonomischer UnsinnDamit würde man eine Teuerung von bis zu einem Euro pro Kilowattstunde in Kauf nehmen“, so Scheinast. „Wind und Sonne sind die entscheidenden Faktoren in Richtung Klimaneutralität, aber auch in Richtung Kostendämpfung.“ Die Atomkraft sei außerdem zu gefährlich und die Endlagerfrage weltweit ungeklärt. „Der Anteil der Atomkraft an der weltweiten Energieerzeugung ist seit vielen Jahren aus gutem Grund im Sinkflug. Eine Wiederbelebung der Kernenergie würde außerdem bedeuten, weiter Atommüll auf die nachfolgenden Generationen abzuwälzen.“ Das sei schlichtweg verantwortungslos, so Scheinast abschließend.