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am 22. Oktober

Salzburg braucht Rückenwind für die Windkraft

Heinrich Schellhorn - Landessprecher LH-Stv. Heinrich Schellhorn: „Ohne Windkraft schaffen wir die Energiewende in Salzburg nicht!“

Eine Gegnerschaft zur Windkraft ist ein völlig falsches Signal in Zeiten der Klimakrise, findet der Grüne Landessprecher und für Klimaschutz zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Der Gegenwind von FPÖ/FPS Politik-Pensionist Karl Schnell ist entbehrlich und bedenklich! In Zeiten der Klimakrise muss zusätzlich zur Nutzung aller Einsparpotenziale unsere oberste Priorität sein und die ganze Kraft in den Ausbau aller erneuerbaren Energieträger zu stecken. Windkraft liefert im Gegensatz zu Photovoltaik und Wasserkraft vor allem im Winter Strom, insbesondere für die Energieversorgung der Bergbahnen und der Tourismusbetriebe in Saalbach-Hinterglemm. Damit ist die Windenergie ein wichtiger Baustein einer dezentralen Versorgung in einem energieautonomen Salzburg“, so Schellhorn

„Wenn mir die Jugendlichen im Jugendlandtag heute sagen, wie betroffen sie das Nein der Lungauer GemeindevertreterInnen macht, sind das für mich die wichtigeren Stimmen als ein Zuruf von Karl Schnell, so Schellhorn. 

Salzburg muss sich bewegen

Die Salzburger Landesregierung hat sich mit der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 zum Ziel gesetzt, unser Bundesland bis zum Jahr 2050 klimaneutral, energieautonom und nachhaltig zu machen. Das heißt, dass 100% Energie und Wärme aus erneuerbaren Ressourcen wie etwa Photovoltaik, Wasserkraft und selbstverständlich auch Wind gewonnen werden

„Diese Ziele hat die Salzburger Landesregierung im Koalitionsvertrag gemeinsam vereinbart und wir arbeiten in allen Ressorts und parteiübergreifend daran – beim Verkehr, beim Wohnen, in der Raumplanung sowie in der Energie. Salzburg ist allerdings noch weit davon entfernt, energieautonom zu sein. Jährlich importieren wir Strom um 800 Millionen Euro, auch aus Kohle- und Atomkraftwerken. Eine Verfehlung unserer Klima- und Energieziele ist unverantwortlich gegenüber den kommenden Generationen – einerseits ökologisch, andererseits wirtschaftlich aufgrund der drohenden Strafzahlungen durch die EU in Millionenhöhe. Selbst ein Karl Schnell im Glemmtal sollte den Weckruf der Jungen schon gehört haben!

Die Zeit für Veränderungen ist JETZT!

„Der Kampf gegen die Klimakrise fordert Veränderungen von uns allen. Nichtstun ist keine Option! Irgendwann stellt sich dann nämlich nicht mehr die Frage, ob das Windrad am Horizont stört, sondern ob unser Alpenraum überhaupt noch bewohnbar sein wird“, so Schellhorn und betont: “Wir müssen JETZT Veränderungen vorantreiben. Wir brauchen ein neues Mobilitäts- und Energiesystem, wir müssen die Treibhausgas-Emissionen drastisch reduzieren, wir brauchen neue Konsummuster und eine effiziente ressourcenschonende Wirtschaft. Wir brauchen die Beiträge des Bundes, der Länder, der Gemeinden und der Menschen, andernfalls stehen wir still und werden wir die Ziele, die wir uns alle gesetzt haben, sicher nicht erreichen.

BürgerInnen unterstützen Windkraft

Schellhorn verweist auf Windkraft-Projekte, die zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern bestens funktionieren, wie etwa der Windpark Munderfing, an dem die BewohnerInnen von Munderfing beteiligt sind. „Projekte wie diese haben auch in Salzburg Zukunft“, ist Schellhorn überzeugt. „Dazu führen wir den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern aller Generationen und aus allen Regionen.“