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am 19. Juni

Windenergie in Salzburg: Wir kämpfen weiter!

Heinrich Schellhorn - „Ein landesweiter Beteiligungsprozess, der sich an alle Salzburgerinnen und Salzburg richtet, ist bereits in Vorbereitung und soll noch heuer starten.“

Am 15. Juni - dem „Tag des Windes“ - haben die Lungauer Bürgermeister mit einem „Jain“ über die Windenergie abgestimmt: Zwar sagten sie „Nein“ zu Windrädern „unter den aktuellen Rahmenbedingungen“, ergänzten ihren Beschluss aber mit der Zusage, ihren Beitrag zur Energiewende im Rahmen eines Gesamtkonzeptes leisten zu wollen. Wasser auf die (Wind-) Mühlen für unseren Landessprecher Heinrich Schellhorn, in der Landesregierung ressortzuständig für Energie, Umwelt- und Klimaschutz: „Ein landesweiter Beteiligungsprozess, der sich an alle Salzburgerinnen und Salzburg richtet, ist bereits in Vorbereitung und soll noch heuer starten.“

„Die Bürgermeister haben die Tür zur Windenergie keineswegs zugeschlagen“, kommentiert Heinrich Schellhorn den Lungauer Beschluss. Heißt es doch dort wörtlich unter anderem: „Die Gewinnung erneuerbarer Energie ist den 15 Lungauer Gemeinden wichtig. Jedoch sind alle Bezirke gleichermaßen gefordert, den landesweiten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Die Salzburger Landesregierung wird daher aufgefordert, ein bundeslandweites, ausgewogenes Energiekonzept für erneuerbare Energieformen, insbesondere auch für Windkraftanlagen, zu entwickeln.“ (der gesamte Beschluss im Wortlaut: https://www.biosphaerenpark.eu/abstimmungsergebnis-windkraft-lungau

„Genau dort wollen wir nun ansetzen“, gibt sich unser Landessprecher kämpferisch: „In den kommenden Monaten starten wir mit einem umfangreichen Partizipationsprozess für das gesamte Bundesland. Klimaschutz, Ressourcenschonung, der Ausbau Erneuerbarer Energien - das geht alle an, da wollen wir möglichst viele Menschen informieren und mitnehmen, das ist ein wesentlicher Teil unserer Klima-und Energiestrategie.“ Mit dem Masterplan 2030, der gerade erstellt wird, werde die Landesregierung einen Fahrplan der Klima- und Energiepolitik in Salzburg vorlegen.

Fehlendes Puzzleteil Windkraft

Dringender Handlungsbedarf ist jedenfalls gegeben: „Wir verbrauchen in Salzburg jedes Jahr mehr Strom als wir produzieren. Wir importieren jährlich Energie um 800 Millionen Euro - auch Atomstrom. Vor allem im Winter reichen Wasserkraft und Sonnenenergie nicht aus, um Salzburg zu versorgen. Die Windkraft ist hier das fehlende Puzzleteil zur Überbrückung, das sollen die Salzburgerinnen und Salzburger erfahren, nachvollziehen und verstehen können. Es muss klarwerden, dass alle gefordert sind, ihre Beiträge zu leisten“, betont Schellhorn.

Klimaschutz-Politik braucht Zustimmung

Energie- und Klimapolitik bleiben die zentralen Themen für die Grüne Regierungsbeteiligung. „Bis zum Jahr 2050 muss Salzburg klimaneutral, energieautonom und nachhaltig sein. Das bedeutet: Null Prozent Treibhausgas-Emissionen und 100 Prozent Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen. Um das zu erreichen, braucht Politik Zustimmung und für die werde ich kämpfen. Jetzt ist die Zeit umzudenken, Bewusstsein zu schärfen, noch besser zu informieren und vor allem: zu handeln“, bekräftigt Schellhorn.