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am 17. September

Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln in der Gastronomie: Die Schweiz macht es vor!

Kimbie Humer-Vogl - Klubobfrau LAbg. Humer-Vogl fordert ein Ende des Betrugs-Systems: „Österreichische Landwirte erzeugen hervorragende Lebensmittel, dennoch landet auf unseren Tellern unerkannt Billigware! Das muss aufhören. Wir fordern volle Transparenz!“

Konsumentinnen und Konsumenten haben nach wie vor wenig Einblick, welche Nahrungsmittel in der Gastronomie oder in verarbeiteten Produkten enthalten sind. Grund dafür ist die mangelnde Kennzeichnung auf den Speisekarten. Das Tierschutzvolksbegehren will in dieser Frage mehr Transparenz schaffen und fordert eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von verarbeiteten Fleischprodukten in Gastronomie und öffentlichen Küche. Die Grünen unterstützen diese Forderung „zu hundert Prozent“, betont die GRÜNE Klubobfrau LAbg. Kimbie Humer-Vogl. Sie kündigt an, bei der kommenden Landtagssitzung einen entsprechenden Antrag einzubringen.

Laut einer repräsentativen Umfrage von Greenpeace aus dem Jahr 2019 wünschen sich 84 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher bei Fleisch eine klare Kennzeichnung mit Informationen zur Herkunft, Haltungsform, Futtermitteln und Tierwohl.

Was in der Schweiz geht, muss auch in Österreich möglich sein! 

In der Schweiz gäbe es etwa seit über 20 Jahren eine verpflichtende Kennzeichnung für die Gastronomie. Die Herkunft des verwendeten Fleischs muss per Aushang oder in der Speisekarte transparent gemacht werden. Seit 2003 gibt es auch diese Verpflichtung auch für verwendete Eier. „Auch die Österreicherinnen und Österreicher haben das Recht darauf zu erfahren, woher das Essen auf ihrem Teller kommt und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden“, so die Grüne Klubchefin. 

Gerade nach den vielen Fleischskandalen, wie etwa die Einfuhr von minderwertigem Hühnerfleisch durch Umgehung der EU-Vorschriften aus der Ukraine, sei einenachvollziehbare Kennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie mit Angaben zu Tierwohlstandards und Produktionsbedingungen unumgänglich. Humer-Vogl sieht im bestehenden, intransparenten System auch einen Angriff auf die heimischen Landwirte: „In Österreich werden hervorragende Lebensmittel hergestellt, aber ausländische Billig-Ware landet unerkannt am Teller. Das muss aufhören!“