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am 9. Oktober

NEIN zu Kürzungen auf dem Rücken der Familien

Martina Berthold - KO Berthold an Familienministerin Bogner-Strauß: „Familienberatungsstellen zu kürzen, macht die Familienpolitik unglaubwürdig!“

„Eine Bundesregierung, die ‚Familien als Fundament unserer Gesellschaft‘ in ihrem Regierungsprogramm verankert und gleichzeitig bei der Familienberatung kürzt, macht sich unglaubwürdig und handelt verantwortungslos. Ich fordere Familienministerin Juliane Bogner-Strauß auf, die Kürzungen zurückzunehmen“, wendet sich die GRÜNE Klubobfrau LAbg. Martina Berthold an die Bundesregierung. Ein entsprechender Antrag der GRÜNEN ist morgen, Mittwoch, auf der Tagesordnung der Ausschussberatungen des Landtags.

Gerade in einer Zeit, in der Familien immer stärker unter Druck geraten, seien die Kürzungen der Familienministerin um 4,2 Prozent nicht nachvollziehbar, so Berthold. Sie erinnert außerdem an das schwarz-blaue Regierungsprogramm, wo es heißt: „Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. […] Wichtige Aufgabe der Politik ist es daher, die erforderlichen Rahmenbedingungen anzubieten, damit die Familien in Österreich weiter gestärkt werden, um den Alltag und die Herausforderungen des Lebens bestmöglich meistern zu können.“

„Wie solche Aussagen mit der aktuellen Sparstift-Politik auf dem Rücken der Familien zusammenpassen, ist mir völlig schleierhaft“, kommentiert Berthold. Für sie sind die Kürzungen umso unverständlicher, da die Förderung für die Beratungsstellen ohnehin seit mehr als 20 Jahren weder an die Inflation noch an die Steigerungen der Personalkosten angepasst worden sei.

Die knapp 400 Familienberatungsstellen bieten österreichweit kostenfreie und anonyme Beratung für Paar-, Familien- und Lebensfragen. Neben der Beratung im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe leisten sie auch wichtige Informations- und präventive Aufklärungsarbeit.

Budgetkürzungen hätten zur Folge, dass österreichweit etliche Beratungs-, Veranstaltungs- und Fortbildungsstunden eingespart werden müssen. Tausende Menschen in Krisensituationen, Paare, Eltern und ihre Kinder wären betroffen. Auch für die 35 Beratungsstellen im Land Salzburg hätten die Kürzungen negative Auswirkungen.