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am 23. April

Grüne Frauen appellieren an BürgermeisterInnen: Stellen Sie Betreuungsangebote sicher!

Anna Schiester - „Die Coronakrise verstärkt bestehende Ungleichheiten. Wir werden nicht hinnehmen, dass die Krise auf Kosten der Frauen bewältigt wird!“

„Dass Bildungsminister Faßmann morgen endlich einen Plan zur schrittweisen Öffnung der Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen vorlegt, begrüße ich sehr. Bis zur Öffnung gilt: Familien und Alleinerziehende müssen Betreuungsmöglichkeiten bei Bedarf nutzen können. Mein Appell richtet sich an die BürgermeisterInnen im ganzen Land, dieses Angebot wirklich allen zur Verfügung zu stellen, die es brauchen“, fordert Anna Schiester, Sprecherin der Grünen Frauen Salzburg.

„In der Krise ist viel die Rede davon, dass Frauen Großartiges leisten. Welche Anstrengungen es braucht, um Kinder wochenlang zuhause zu betreuen, war dennoch zu wenig am Radar der Verantwortlichen. Dabei weiß jedeR, der einmal auf ein Kleinkind aufgepasst hat: Homeoffice und Kinderbetreuung sind nicht vereinbar“, so Schiester.

Je länger der Zustand dauert, desto deutlicher wird die Notwendigkeit einer schrittweisen Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Und: „Es nicht nur ‚keine Schande‘ diese Betreuung in Anspruch zu nehmen, sondern ein hart erkämpftes gutes Recht“, sagt die Sprecherin der Grünen Frauen. 

Sie erinnert damit daran, dass Corona-Krise Frauen besonders hart trifft und ohnehin bestehende Ungleichheiten verstärkt. „Ohne die unbezahlte Arbeit von Frauen, wie im Haushalt oder der Kinderbetreuung, wäre diese Krise nicht zu stemmen. Wir werden nicht hinnehmen, dass die Krise auf Kosten der Frauen bewältigt wird“, sagt sie abschließend.