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am 10. Jänner

GRÜNE: KRIMINALSTATISTIK MUSS FEMIZIDE GENAUER ERFASSEN!

Simon Heilig-Hofbauer - Kriminalstatistik muss bessere Auskunft über Frauenmorde geben.

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Das muss sich auch in der Statistik der Polizei so widerspiegeln, um angemessen reagieren zu können.“ Der GRÜNE Sicherheitssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer möchte daher das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zum Kampf gegen Frauengewalt ergänzt wissen: „Die Kriminalstatistik der Polizei muss weiterentwickelt werden. Denn derzeit sind die Kategorien schlecht gewählt und geben zu wenig Auskunft.“ Der entsprechender Drei-Parteienantrag von GRÜNEN, ÖVP und NEOS wird am Mittwoch in der Ausschusssitzung des Salzburger Landtags debattiert.

Zusätzliche Daten erheben, um Ursachen für Femizide zu ergründen

„Um besser gegeben die Ursachen von Gewalt an Frauen vorgehen zu können, müssen alle vorliegenden Daten genau ausgewertet werden.In der Kriminalstatistik wird etwa nicht nach Geschlecht bei Tötungs- und Sexualdelikten oder Stalking unterschieden“, so der Abgeordnete. Das erschwere konkrete Aussagen zu Frauenmorden. „So ist in der Kriminalstatistik nur ganz allgemein von ‚familiärer Beziehung‘ die Rede. Ob es sich dabei aber um den Bruder, Vater oder Partner handelt, könne man daraus nicht ablesen. Diese Ungenauigkeit wird seit Jahren auch vom Europarat kritisiert, so Heilig-Hofbauer.

Österreich trauriger Spitzenreiter bei Frauenmorden

„Österreich hat seit Jahren eine erschreckende Femizid-Rate. 2021 gab es 30 Frauenmorde – das heißt, dass durchschnittlich mehr als zwei Frauen pro Monat getötet wurden. Das können wir nicht tolerieren“, so der GRÜN-Abgeordnete. „Jede Frau und jedes Mädchen in unserem Land hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben. Ziel des Antrags sei es, „mit aller Entschlossenheit gegen Frauengewalt vorzugehen und den Gewaltschutz nachhaltig zu verbessern“, so Heilig-Hofbauer abschließend.