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am 27. Februar

#MeToo: GRÜNE gegen Auftritt von Placido Domingo bei Salzburger Festspielen

Simon Heilig-Hofbauer - "Die Festspiele sind aufgefordert Haltung zu zeigen. Und die kann nicht darin bestehen, Künstler, die Frauen sexuell belästigen, auf die Bühne zu bitten."

In der Causa "Domingo" fordert LAbg. Heilig-Hofbauer, der Kultursprecher der GRÜNEN im Salzburger Landtag, die Salzburger Festspielen auf, das "Zeitschinden bleiben zu lassen und sich stattdessen klar zu positionieren": Angesichts der nun auch von Placido Domingo eingeräumten sexuellen Belästigungen müssten die Salzburger Festspiele Position beziehen: "Es geht darum, dass die Festspiele Haltung zeigen. Und die kann nicht darin bestehen, dass einem Künstler, der Frauen sexuell belästigt hat, die Bühne geboten wird als wäre nichts geschehen", so Heilig-Hofbauer.

Erschwerend kommt für den Grünen Kultursprecher hinzu, dass Domingo die massiven Vorwürfe zunächst bestritten und erst dann gestanden hat, als ihm nach Vorliegen entsprechender Untersuchungsberichte keine andere Wahl mehr blieb. "Nur zuzugeben, was nicht mehr zu leugnen ist, hat relativ wenig mit Einsicht oder gar aufrichtiger Reue zu tun", so Heilig-Hofbauer.
 
Generell wünscht sich der GRÜNEN-Abgeordnete einen aufgeklärten und auch offensiven Umgang mit dem Thema "Sexuelle Belästigung": "Was im Zuge der #MeToo-Debatte aus verschiedenen Bereichen und hier auch aus dem Kulturbereich bekannt wurde, ist verstörend. Gerade renommierte Institutionen wie die Salzburger Festspiele sind aufgefordert, sich dieses Themas verantwortungsvoll anzunehmen. Dabei geht es auch darum, präventiv dafür Sorge zu tragen, dass Künstlerinnen ihrem Engagement unbehelligt von sexuellen oder anderen Übergriffen nachkommen können", so Heilig-Hofbauer.​