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am 13. Jänner

GEÖFFNETE HOTELS: GRÜNE UNTERSTÜTZEN SCHARFES VORGEHEN GEGEN ILLEGALE VERMIETUNG

Josef Scheinast - Beherbergungsbetriebe wären gut beraten, nicht so verantwortungslos zu handeln und illegale Übernachtungen sofort einzustellen – ansonsten rückt ein Ende des Lockdowns in weite Ferne.

„Wenn wir die Infektionszahlen endlich deutlich senken wollen, müssen wir konsequenter gegen Unterkunftgeber vorgehen, die gegen das touristische Beherbergungsverbot verstoßen.“ Der Tourismussprecher der GRÜNEN im Salzburger Landtag, LAbg. Josef Scheinast, zeigt sich empört über die Meldungen aus Tirol, wonach es dort ein Leichtes sei, ein Hotelzimmer, Ferienwohnungen oder Appartments zu finden. Das haben Recherchen des ORF Tirol ergeben. Nur eine von acht Unterkünften lehnte die Buchung ab.

Bei der Eigenverantwortung jedes Einzelnen ansetzen

„ÄrztInnen und PflegerInnen sind auf den Intensivstationen tagtäglich mit unsäglichem Leid konfrontiert, Kinder wollen zurück in die Schule, Jugendliche haben Angst um ihre Zukunft, Eltern sind an ihre Belastungsgrenzen gelangt oder schon weit darüber hinaus. Da macht der Blick nach Tirol schlichtweg fassungslos. Hier wird so getan, als gäbe es keine Pandemie“, so Scheinast. „Eigentlich weiß jede und jeder, was zu tun ist. Doch bei manchen hapert es mit der Eigenverantwortung. Von anderen wird erwartet, die Regeln einzuhalten, selbst ist man aber oft nur mäßig bereit, sich einzuschränken.“ Die illegale Beherbergung sei eine Manifestation dieses Gedankens. Dass die Regierung das Beherbergungsverbot nun schärfer kontrollieren will und harte Strafen drohen, begrüßt  

Verheerende Entwicklung im Falle der Ausbreitung britischer Mutation

Scheinast verweist auch auf die steigende Gefahr durch die britische Virusmutation: „Die neue Virusvariante löst acht Mal mehr Infektionen innerhalb eines Monats aus. „Wir sehen in Großbritannien und Irland jetzt schon, was passiert, wenn die Mutation sich rasch verbreitet. Mit Aktionen wie jener in Tirol wird sich die Ausbreitung nur weiter beschleunigen. Beherbergungsbetriebe vermieten hier illegal auf dem Rücken jener, die sich an die Maßnahmen halten – in der Hoffnung, dass der dritte Lockdown trotzdem bald endet und sich andere um ihre Gesundheit und die Gesundheit von Risikopersonen bemühen. Die meisten Menschen erkennen den Ernst der Lage. Wenn aber jene nicht sanktioniert werden, die sich verantwortungslos verhalten, wird das Ende des dritten Lockdowns in weite Ferne rücken. Und das kann ja wirklich keiner wollen“, so Scheinast abschließend.