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am 7. März

GESUNDHEIT: Grüne fordern kostenlosen Zahnersatz nach Krebserkrankungen

Kimbie Humer-Vogl - Derzeit werden weder Implantate noch die passenden Aufbauten von der Gebietskrankenkasse bezahlt, da diese im Leistungskatalog nicht aufscheinen

„Wer in Österreich an Brustkrebs erkrankt, hat Anspruch darauf, dass die Brust nach einer operativen Entfernung kostenlos wieder aufgebaut wird. Warum die Kosten für einen Brustaufbau, aber nicht für einen Zahnaufbau übernommen werden, ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert die GRÜNE Gesundheitssprecherin LAbg. Kimbie Humer-Vogl. Die Grünen wollen nun Verhandlungen des Landes mit der Gebietskrankenkasse zur Übernahme der Zahnersatzkosten für Menschen, die im Zuge einer Krebserkrankung einen Zahnverlust erlitten haben. Der entsprechende Antrag wird morgen, Mittwoch, im Landtag diskutiert.

500 Menschen erkranken pro Jahr in Österreich an Mundhöhlenkrebs, Tendenz steigend. Wird der Tumor rechtzeitig entdeckt sind die Heilungschancen gut, doch der Krebs hinterlässt Spuren: Zahnverlust – entweder der Operation oder folgenden Strahlentherapie geschuldet – ist eine häufige Folge von Krebserkrankungen der Mundhöhle. „Derzeit werden weder Implantate noch die passenden Aufbauten von der Gebietskrankenkasse bezahlt, da diese im Leistungskatalog nicht aufscheinen“, erklärt Humer-Vogl.

Wer nicht über genug Geld verfügt, kann im Bundesland Salzburg beim Unterstützungsfonds der SGKK um finanzielle Unterstützung ansuchen. Dieses Verfahren, von dem finanziell besser gestellte Menschen ohnehin ausgeschlossen sind, wird von betroffenen Menschen allerdings als „umständlich, langwierig und auch demütigend“ beschrieben.

„Krebs kann alle Menschen treffen. Alle Erkrankten, unabhängig von der Krebsart, verdienen die gleiche Unterstützung, um nach oder auch trotz der Erkrankung wieder eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen“, fordert die Grüne Gesundheitssprecherin.