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am 28. Dezember 2020

GRÜNE FORDERN NEUE COVID-PRÄVENTIONSKONZEPTE FÜR SKIGEBIETE

Kimbie Humer-Vogl - Wenn sich Menschentrauben vor den Liften drängen, führt das die Bemühungen, die Pandemie einzudämmen, ad absurdum.

„Wenn die Vorgaben auf den Skipisten nicht eingehalten werden und sich die Menschen an Kassen und Liften dicht aneinanderdrängen, muss man sich Alternativen überlegen, um solche Szenen zu verhindern.“ So kommentiert LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin und Gesundheitssprecherin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, den gestrigen Ansturm auf die Skigebiete. Skifahrerinnen und Skifahrer dürfen Lifte und Bergbahnen wieder nutzen, müssen aber einen Mindestabstand von einem Meter einhalten. Die Gondeln dürfen nur zu 50 Prozent ausgelastet sein, Passagiere müssen FFP2-Masken tragen.

Notbremse ziehen und Präventionskonzepte überarbeiten

„Es ist verständlich, dass viele Menschen die freie Zeit für einen Ausflug in den Schnee nutzen wollen und das auch tun, wenn es erlaubt ist. Die Vorgaben werden aber vielfach nicht eingehalten“, so die GRÜN-Abgeordnete. Zum Teil gebe es trotz der Präventionskonzepte ein dichtes Gedränge. „Der Babyelefant ist beim Anstehen vor zahlreichen Liften nicht zu sehen. Wir dürfen uns nicht in einem trügerischen Gefühl von Sicherheit wiegen. Denn es ist noch ein weiter Weg, bis wir die Pandemie eingedämmt haben“, warnt Humer-Vogl. Sie fordert eine Überarbeitung der Präventionskonzepte. Die derzeitige Situation sei ein Hohn gegenüber Handel, Gastronomie, den Kulturschaffenden, aber auch all jenen Sportarten, die seit Monaten nicht mehr ausgeübt werden können.

Andere Form der Ticketvergabe und Kapazitätsbeschränkungen

„Wenn die Beförderungsbahnen nur die Hälfte der Skigäste mitnehmen, dann gibt es vor den Liftanlagen genauso viel Stau wie bei der doppelten Gästeanzahl - von der Einstiegsstelle ganz zu schweigen. Man muss den Zustrom schon vor Kassen, Gondeln und Liften reduzieren, damit sich die Gäste nicht bis zu 40 Minuten anstellen müssen. Denkbar wären Kapazitätsbeschränkungen auf den Parkplätzen und andere Formen der Ticketvergabe.“ In Niederösterreich beispielsweise sei der Zutritt zum Skigebiet nur mit einem Online-Ticket gestattet. „Vor allem die großen Skigebiete müssen bei ihren Präventionskonzepten nachschärfen und sich Alternativen überlegen, damit die Infektionszahlen nicht wieder in die Höhe schießen“, so Humer-Vogls Appell. „Das schadet auch dem Image der Salzburger Skigebiete über die Grenzen hinweg – und das kann niemand wollen.“