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am 17. September

IMPFMOTIVATION STEIGERN: GRÜNE WOLLEN UNI-EXPERT*INNEN ZU RUNDEM TISCH LADEN

Kimbie Humer-Vogl - Wir befinden uns derzeit in einer Einbahnstraße und brauchen neue Ideen, um die Menschen von der Impfung zu überzeugen.

„Die Infektionszahlen steigen, die Impfquote stagniert nahezu. Damit wir nicht in einer Sackgasse enden, brauchen wir Expert*innen aus den unterschiedlichsten Disziplinen, mit denen gemeinsam eine neue Kampagne auf den Weg gebracht werden kann.“ LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, fordert einen Runden Tisch, um die Gründe für die Impfskepsis bzw. –müdigkeit zu diskutieren und Vorschläge für die zukünftige Kommunikation zu hören. „Mit der aktuellen Strategie gelingt es uns nicht mehr, die Impfquote zu steigern. Die Wissenschaft kann uns hier helfen, die richtigen Impulse zu setzen.“

Runder Tisch mit Expert*innen der Universität Salzburg

Die Abgeordnete ist der Ansicht, dass es nicht reiche, lediglich die Paracelsus Universität einzubinden. „Die PMU ist sicher ein wichtiger Ansprechpartner in dieser Sache. Aber es braucht einen umfassenderen Blick auf die Impfskepsis bzw. –müdigkeit. Salzburg ist eine Universitätsstadt. Die Wissenschaft hier ist sehr breit aufgestellt und das gilt es zu nutzen“, so der Appell der GRÜNEN Klubobfrau. Sie will deshalb so bald wie möglich einen Runden Tisch, an dem Expert*innen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und Disziplinen teilnehmen:„Ich denke da neben den Sozial- und Kommunikationswissenschaften auch an die Psychologie. Wenn sie eingebunden werden, wird man viel besser verstehen, wie Menschen zu Entscheidungsprozessen kommen und wie diese beeinflusst werden können“, so Humer-Vogl. 

Motivationen von Impfskeptikern erforschen 

Derzeit seien viele Fragen offen, auf die Wissenschaftler*innen mehr Antworten liefern könnten: „Die einen kennen die Gründe für die Impfmüdigkeit und können Vorschläge machen, welche Impulse es bei Impfmüdigkeit braucht. Die anderen wiederum wissen, dass es nicht ausreicht, auf Informationen oder Druck zu setzen, sondern andere Kommunikationsstrategien wirksamer sind.“ Humer-Vogl verweist auch darauf, dass die Gruppe der Impfskeptiker sehr heterogen sei: „Es sind nicht nur junge Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen. Auch viele Erwachsene haben kein Vertrauen in den Impfstoff.“ Ein weiteres Problem ist für sie, dass die Genesenen langsam ihren Schutz verlieren: „Diese Gruppe gilt es in die Überlegungen miteinzubeziehen.“ Unklar sei auch, ob sich alle Menschen die Auffrischungsimpfung holen würden. „Wir müssen die Motivationen der Impfskeptiker verstehen lernen“, so Humer-Vogl abschließend.