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am 25. Juni

Weitere zusätzliche Plätze für Psychotherapie auf Kassenkosten wichtiger Schritt

Kimbie Humer-Vogl - Dass die psychischen Belastungen durch die COVID-Krise stark zugenommen haben wurde offenbar erkannt, es braucht aber weitere zeitnahe Angebote.

20.000 zusätzliche Psychotherapie-Plätze auf Kassenkosten soll es geben – das verkündete der Verwaltungsrat der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) gestern, Mittwoch. Für LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Landtag, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es brauche aber weitere Sofortreaktionen sowie eine Gleichstellung der Klinischen Psycholog*innen.

„Endlich kommt Schwung in die Debatte. Dass die psychischen Belastungen durch die COVID-Krise stark zugenommen haben und noch weiter zunehmen werden, wurde offenbar erkannt“, so die Abgeordnete. Zwar gebe es jetzt schon die Möglichkeit der Gratis-Therapie für schwer erkrankte oder wirtschaftlich schwach gestellte Menschen. „Solche Leistungen werden allerdings nicht von allen Psychotherapeut*Innen angeboten. Klinische Psycholog*innen werden derzeit benachteiligt. Für ihre Forderung nach einer Gleichstellung der Berufsgruppen habe ich großes Verständnis und unterstütze das.“

Nachfrage nach Psychotherapie wird weiter steigen

„Einer der Schlüsse, die wir aus der COVID-Krise ziehen können ist, dass Psychotherapieangebote hochnotwendig sind.“ Über die wahren Folgen könne man derzeit natürlich nur spekulieren, doch zahlreiche Studien würden zeigen, dass die Belastungen durch die Pandemie in den vergangenen Monaten dramatisch zugenommen hätten, gibt Humer-Vogl zu Bedenken. „Sie ziehen sich durch die gesamte Gesellschaft. Finanzielle Sorgen durch Arbeitsverlust, Kontaktbeschränkungen, soziale Isolation– das sind nur einige der Gründe, weshalb viele an den Rand ihrer Belastbarkeit geraten.“ 

Für viele Menschen haben sich die Arbeits- und Lebensbedingungen in den vergangenen Monaten verschlechtert. „Es sind ohne Frage schwierige Zeiten. Indem es mehr Plätze für Psychotherapie gibt, stellen wir klar, dass uns die psychische Gesundheit der Menschen in Österreich wichtig ist und wir sie mit ihren Sorgen nicht alleine lassen“, betont die Abgeordnete.