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am 28. August

KINDERBETREUUNG: Gesetzesentwurf sieht weniger Urlaub für PädagogInnen vor

Martina Berthold - Klubobfrau LAbg. Berthold kritisiert fehlende Ausgleichsmaßnahmen: „In der vorliegenden Form können wir dem Gesetz nicht zustimmen.“

Derzeit liegt im Land ein Gesetzesentwurf zur Begutachtung auf, mit dem der Urlaub der PädagogInnen in den Gemeinde-Kindergärten sowie in den Krabbel- und alterserweiterten Gruppen harmonisiert werden soll. Konkret würde damit die Freistellung in den Osterferien im Kindergarten gestrichen und Urlaub in der Tagesbetreuung (Krabbelgruppe und alterserweiterte Gruppen) erhöht werden. 
Nicht zufrieden mit dem Entwurf ist LAbg. Martina Berthold, GRÜNE Klubobfrau und bis vor kurzem als Landesrätin für Kinderbetreuung zuständig: „Ich habe eine Harmonisierung des Urlaubsanspruchs immer befürwortet. Wenn nun die Freistellung in den Osterferien wegfällt, können den Eltern bessere Öffnungszeiten geboten werden. Es ist wichtig, dass sich Familie und Beruf stressfrei vereinbaren lassen. Allerdings habe ich immer betont, dass ich Einschnitten bei den Urlaubsansprüchen nur zustimme, wenn im Ausgleich die Arbeitsbedingungen der PädagogInnen verbessert werden. Davon ist im vorliegenden Entwurf leider nichts zu erkennen.“


Für sie ist klar, dass die GRÜNEN dem Gesetzesentwurf nur dann zustimmen können, wenn bessere Rahmenbedingungen für die PädagogInnen vereinbart werden. Als Beispiel nennt sie u.a. mehr Vorbereitungs- und Teamzeiten und den Einsatz von „SpringerInnen“, um Krankenstände besser abzudecken. „Die Frauen und Männer in unseren Kindergärten, Krabbel- und alterserweiterten Gruppen leisten sehr wichtige und gute Arbeit für die Jüngsten in unserer Gesellschaft. Gerade sie verdienen die besten Arbeitsbedingungen und da haben wir noch einiges zu tun“,betont die GRÜNE Klubobfrau und fasst zusammen: „Der Ärger der PädagogInnen, den ich jetzt wahrnehme, ist für mich absolut nachvollziehbar!“​