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am 30. Juni 2015

Mehr Geld für Salzburgs Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen

GRÜNE Salzburg - Die Versprechungen über bessere Gehälter für KindergartenpädagogInnen ziehen sich bereits über zehn Jahre und waren in dieser Zeit Thema in drei Wahlkämpfen. Unter GRÜNER Regierungsbeteiligung werden sie nun endlich in die Tat umgesetzt.

Finale bei den Gehaltsverhandlungen für die bei den Salzburger Gemeinden beschäftigten Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen: Ab 1. Jänner 2016 gibt es für alle Pädagoginnen und Pädagogen ein höheres Gehalt und deutlich höhere Einstiegsgehälter. Die Einstiegsgehälter liegen dann bei 2.300 Euro brutto (bisher rund 2.050 Euro brutto inklusive Leistungszulage). Der bisherige Unterschied zwischen gruppenführenden und nicht-gruppenführenden Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen wird beseitigt, die Gehaltskurve abgeflacht. Die Zulagen für die Leitung sowie Sonderkindergartenpädagoginnen und -pädagogen werden erhöht. 

Ausgewogenes Paket

​"Die professionelle Arbeit der Salzburger Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen braucht eine faire Entlohnung. Vor allem für die Erhöhung der Gehälter der jüngeren Pädagoginnen und Pädagogen war es höchste Zeit. Nach den mehr als zehn Jahren Gehaltsdiskussionen und zahlreichen Verhandlungsrunden auch meiner Vorgängerinnen haben wir es nun gemeinsam geschafft. Land Salzburg, Gemeindeverband, Gewerkschaft und Berufsgruppe können heute ein gutes Ergebnis im Sinne aller Beschäftigten präsentieren", sagte Landesrätin Martina Berthold, zuständig für Elementarbildung im Land Salzburg.

Ingrid Ramsauer, Obfrau der Berufsgruppe der Pädagoginnen in Kinderbetreuungseinrichtungen Salzburgs (BPKS), bedankte sich "für den guten Kompromiss im Spagat zwischen den berechtigten Forderungen der Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen und der politischen Umsetzbarkeit".

DIE DETAILS IM ÜBERBLICK 

GEHÄLTER WERDEN VEREINHEITLICHT

Die bisher unterschiedlichen Gehaltsschemata von gruppenführenden Pädagoginnen und Pädagogen auf der einen Seite und den zusätzlichen Fachkräften auf der anderen Seite werden ab 1. Jänner 2016 vereinheitlicht. Alle Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen werden künftig nach einem Gehaltsschema entlohnt. Die Gruppenführenden erhalten zudem eine Funktionszulage von 74 Euro brutto. Keine Veränderungen gibt es derzeit bei den Urlaubsregelungen.

ZULAGEN WERDEN ANGEHOBEN

Deutlich angehoben werden auch Zulagen für die Leitungstätigkeit, vor allem bei großen Betreuungseinrichtungen. Je nach Anzahl der Gruppen liegt diese künftig zwischen 80 und 350 Euro. Aktuell ist diese mit rund 190 Euro gedeckelt. Damit werden alle Leiterinnen und Leiter, die sehr viele Gruppen betreuen, fairer entlohnt.

Mehr Geld erhalten künftig auch die Sonderkindergartenpädagoginnen und -pädagogen. Die jährlichen Mehrkosten des Gehaltspakets betragen zirka 3,5 Millionen Euro. Das Land Salzburg erhöht die Förderung für die Betreuungsangebote der Gemeinden um jährlich zwei Millionen Euro.

12.100 Kinder werden in 290 Einrichtungen betreut

Die Salzburger Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen dienen der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern bis 16 Jahre. Mehr als 12.100 junge Salzburgerinnen und Salzburger werden aktuell in den 290 gemeindeeigenen Kinderbetreuungseinrichtungen betreut. Der Berufsstand ist dabei noch immer weiblich geprägt. Nur 4,1 Prozent Männer arbeiten in den Kindergärten. Das Ergebnis wurde vorläufig für die Pädagoginnen und Pädagogen in den Salzburger Landgemeinden verhandelt, die Gespräche mit der Stadt Salzburg werden fortgesetzt.