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am 26. Juli

Bahnfahren muss günstiger sein als Fliegen!

Josef Scheinast - Wirtschaftssprecher LAbg. Scheinast fordert: „Kerosinsteuer-Privilegien für Airlines abschaffen & europaweites Nachtzugnetz ausbauen!“

Gemütlich durch die Nacht ruckeln, im Schlafwagen Bahnhöfe vorbeiziehen lassen, morgens ausgeschlafen am Ziel ankommen – und das Ganze maximal klimafreundlich: Eine Fahrt mit dem Nachtzug kann was. Aber selbst für eingefleischte Bahn-freaks stellt sich spätestens bei der Buchung die Frage: Wirklich mit der Bahn oder doch das günstigere Flugzeug? Der GRÜNE Wirtschaftssprecher LAbg. Josef Scheinast setzt sich dafür ein, dass das europäische Nachtzugnetz ausgebaut wird. Der Landtag wird im Herbst darüber verhandeln.

So hat der Nachtzug Zukunft

„Wenn das Bahnticket zum nächsten Flughafen mehr kostet als der anschließende Flug nach Paris oder London, dann stimmt etwas nicht“, sagt Scheinast. Damit Bahnreisen billiger und attraktiver werden, braucht es zweierlei:

Erstens müsse das europäische Nachtzugsystem ausgebaut werden. Die ÖBB seien hier bereits auf einem vorbildlichen Weg: Sie investieren weiter und haben 13 neue Nightjet–Züge bestellt. Ab 2022 sollen die Züge auf der Schiene rollen. „Diese Entwicklung müssen wir fördern“, ist Scheinast überzeugt. Daher müsse man - zweitens - endlich „die steinzeitlich anmutende“ Subventionierung von Kerosin beenden: Airlines zahlen keine Steuer auf den Treibstoff – Bahnunternehmen hingegen Strom- und Ökosteuern sogar für selbst produzieren Strom. „Das ist ein unfairer Wettbewerbsnachteil für die Bahn. Das müssen wir schleunigst beenden und gleichzeitig die Steuern für die klimafreundlichen Alternativen senken“, so LAbg. Scheinast.