gruene.at
Navigation:
am 26. März

Bienengifte: Grüne beharren auf Totalverbot von Neonicotinoiden!

Josef Scheinast - Umweltsprecher LAbg. Scheinast: „Umweltministerin Köstinger muss alles tun, um Bauern dabei zu unterstützen, ohne Pestizide auszukommen!“

„Österreich hat jahrelang und erfolgreich gegen Pestizide gekämpft und nun will Umweltministerin Köstinger verbotene Substanzen wie Neonicotiniode über eine ‚Notfallzulassung‘ durch die Hintertür wiedereinführen. Das ist völlig inakzeptabel. Wir wollen kein Gift auf unseren Wiesen“, kritisiert der GRÜNE Umweltsprecher LAbg. Josef Scheinast. Die GRÜNEN fordern daher am Mittwoch im Landtag, dass die Bundesregierung die Ausnahmegenehmigungen, wie sie in drei Bundesländern derzeit gelten, zurücknimmt.

„Das Verbot der Bienengifte ist durch wissenschaftliche Studien untermauert. Anstatt es nun zu umgehen, sollte Ministerin Köstinger alles tun, die österreichischen Bäuerinnen und Bauern dabei zu unterstützen, ohne diese Pestizide auszukommen. Österreich braucht einen Aktionsplan für eine biologische Landwirtschaft ohne Neonicotinoide“, so GRÜNE Abgeordnete Scheinast. Ministerin Köstinger habe selbst für das Totalverbot der drei Substanzen im Freiland gestimmt. Sie dürfe nun ihre eigenen umweltpolitischen Ziele nicht unterminieren, „nur weil Agrarlobbies Druck ausüben“, so Scheinast.

Aus wissenschaftlicher Sicht besteht wie gesagt kein Zweifel an der Giftigkeit von Neonicotinoiden. Es handelt sich dabei um Nervengifte, die Insekten wie Drogen anlocken und das Nervensystem attackieren. Orientierung und Gedächtnis werden gestört, Schädlinge verenden ebenso wie nützliche Insekten, darunter auch Bienen. Dabei genügt es mitunter, wenn der Boden, auf dem Pflanzen wachsen, mit den Stoffen kontaminiert ist. Manche Pflanzen können die Schadstoffe aufnehmen und in ihren Stängeln und Blättern verteilen.