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am 9. Jänner

GRÜNE zu Schmittenhöhebahn: Klimaschutz hat Vorrang!

Heinrich Schellhorn - Landessprecher Heinrich Schellhorn fordert Stopp für Ausbaupläne.

Die Aufhebung der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum Liftprojekt Hochsonnberg durch den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) ist für den Grünen Landessprecher und Klimareferenten LH-Stv. Heinrich Schellhorn eine Chance zu mehr Schutz von Umwelt, Natur und Klima. „Der Wintertourismus in den Alpen darf künftig nur im Einklang mit Klimaschutz, Umweltverträglichkeit und Rücksicht auf die Natur stattfinden. Die Betreiber haben jetzt die Chance, die Zukunft des Tourismus in der Region auf zukunftstaugliche Beine zu stellen. Das ist die Gelegenheit, die Pläne noch einmal grundsätzlich zu überdenken und so zu überarbeiten, dass Wintertourismus die Natur nicht dauerhaft schädigt, sondern bestmöglich schont“, ist Schellhorn überzeugt.

Der Verwaltungsgerichtshof sieht in erster Linie kein „überwiegendes und zwingendes“ öffentliches Interesse an dem Ausbau des Skigebietes. Aus rein betriebswirtschaftlichen Interessen lässt sich laut VwGH noch kein besonders wichtiges öffentliches Interesse ableiten.

In seiner Entscheidung weist der VwGH auf die Notwendigkeit der Betrachtung sämtlicher Umweltgüter und ihrer Wechselwirkungen bei dem Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung hin. Angesichts der Herausforderung der Klimakrise ist diese gesamtheitliche Betrachtung für Schellhorn das Gebot der Stunde: „Die Nächtigungszahlen in der Tourismusregion Zell am See – Kaprun wie auch in der Gemeinde Piesendorf sind auch ohne Hochsonnberg im letzten Jahrzehnt weiter gestiegen. Der Auftrag des VWgH Alternativen zu diesem Projekt zu prüfen, ist ernst zu nehmen. Bei den derzeitigen Projektplänen gibt es merkliche nachteilige Auswirkungen auf den Natur- und Umweltschutz. Anstatt ein über 10 Jahre altes Projekt weiter zu verfolgen kann hier ein Neustart zu einem besseren Ergebnis führen. Klimaschutz muss auch im Wintertourismus Vorrang haben“.