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am 13. März

Kampf gegen die Plastikplage: GRÜNE fordern Mehrwegquoten und Pfandsysteme!

Heinrich Schellhorn, Martina Berthold - Landessprecher Schellhorn/KO Berthold: „Wenn wir ernsthaft für einen sparsameren Einsatz und Gebrauch von Plastik und Dosen sorgen wollen, brauchen wir ein gesetzliches Reglement, Die Bundesregierung muss endlich handeln!“

„Einwegplastik hat sich zu einer wahren Plage entwickelt, der wir ein Ende bereiten müssen! Salzburg hat bereits Maßnahmen gesetzt, um die Plastikflut einzudämmen. Trotzdem ist noch viel zu tun“, sind sich der in der Landesregierung für Umwelt zuständige GRÜNE Landessprecher Heinrich Schellhorn und die GRÜNE Klubobfrau LAbg. Martina Berthold einig. Die GRÜNEN wollen die Anstrengungen im Kampf gegen die Plastikflut erhöhen und fordern bundesweit verbindliche Mehrwegquoten und ein Pfandsystem auf alle Getränkeverpackung.  

Plastiksackerl-Verbot ist nicht genug!

„Plastik ist allgegenwärtig“, sagt Berthold. „Als Konsumentin werde ich von der Industrie geradezu genötigt, vom Supermarkt und anderswo Plastikverpackungen mit nach Hause zu schleppen. Selbst Gemüse mit natürlicher Schale wird immer öfter in Plastik eingeschweißt. Von den Trinkflaschen, den Plastiksackerl und den Plastikprodukten wie Wattestäbchen ganz zu schweigen.“ Angesichts dessen seien die Vorstöße der EU und der Bundesregierung in Sachen Plastiksackerl und Grillgeschirr begrüßenswert. „Aber diese Maßnahmen werden nicht ausreichen, wenn wir die 25 Millionen Tonnen Plastikmüll, welche in der EU jährlich erzeugt werden, um 25 Prozent bis 2029 reduzieren wollen. Das Plastiksackerl macht zum Beispiel nur 2 Prozent des gesamten Plastikmülls aus. Um die Plage zu beenden, müssen wir weit mehr unternehmen“, ergänzt sie.

Was macht Salzburg?

„Auf Landesebene haben wir mit dem neuen Abfallwirtschaftsgesetz und dem damit einhergehenden Mehrweggebot bei Veranstaltungen und der Forcierung von Green Events schon wichtige Impulse für die Abkehr von Plastikmüll gesetzt. Das große Problem ist und bleibt

die mangelnde Wiederverwertbarkeit. Wir müssen Schritte setzen um das Wegwerfplastik zu reduzieren und dabei Industrie und Handel sowie die Abfallentsorgung mitnehmen", so Landessprecher Heinrich Schellhorn, der als Umweltreferent für die Abfallwirtschaft zuständig ist.

Bundesregierung muss handeln!

Was fehlt, sind bundesweit verbindliche Mehrwegquoten und ein verpflichtendes Pfandsystem, so wie es sie Deutschland gibt. Waren noch vor 20 Jahren rund 80 Prozent der Getränkeverpackungen Mehrwegflaschen, sind es heute nur mehr 22 Prozent. Damit ist derzeit nur etwa jede fünfte Flaschen wiederbefüllbar. „Wenn wir ernsthaft für einen sparsameren Einsatz und Gebrauch von Plastik und Dosen sorgen wollen, brauchen wir ein gesetzliches Reglement. Die Bundesregierung muss endlich handeln“, fordern Schellhorn und Berthold. Die Österreicherinnen und Österreicher seien jedenfalls bereit: Laut einer repräsentativen Greenpeace-Umfrage wünschen sich vier von fünf ÖsterreicherInnen (78 Prozent) ein größeres Angebot an Mehrweg-Flaschen im Handel. 91 Prozent sehen die Glas-Pfandflasche als umweltfreundlichste Getränkeverpackung an.