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am 11. September

Klimaerhitzung trifft Salzburg besonders hart: Ein „Weiter-wie-bisher“ ist unverantwortlich!

Josef Scheinast - Klimasprecher LAbg. Scheinast reagiert auf Greenpeace-Klimabericht zu Salzburg: „Wir können es uns nicht länger leisten, auf irgendeine Klimaschutzmaßnahme zu verzichten!“

Die Erderhitzung verändert Salzburg massiv: Zu dieser besorgniserregenden Bilanz "über die Folgen der Erderhitzung" im Bundesland Salzburg kommt ein heute, Mittwoch, von der Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichter Bericht. "Der Bericht führt uns deutlich vor Augen, dass ein ,Weiter-wie-bisher' unverantwortlich ist. Die Frage ist nicht mehr, welche Maßnahme wir ergreifen, die Frage ist: Können wir es uns noch leisten, auf irgendeine Klimaschutzmaßnahme zu verzichten? Es muss uns nämlich allen klar sein: Es gibt nur eines was mehr kostet als Klimaschutz - kein Klimaschutz", so kommentiert der GRÜNE Klimasprecher LAbg. Josef Scheinast den Bericht, der hier abzurufen ist​.

Die Klimakrise in Salzburg

 Die Kernaussagen des Greenpeace-Berichts für Salzburg: Die Gletscherschmelze ist für Salzburg ein sehr ernstzunehmendes Problem und schreitet immer weiter voran. Die Permafrostböden sind in Salzburg durch den Klimawandel stark gefährdet. Durch die steigenden Temperaturen und die gleichzeitige Erhöhung der Verdunstung gerät die Wasserkraft als Säule der Salzburger Energieversorgung unter Druck. Die massive Bodenversiegelung erhöht die Gefahr von Oberflächenabflüssen, Murenabgängen, Felsstürzen und Hochwasser. Extremwetterereignisse nehmen zu. Die Folgen für die Landwirtschaft können verheerend sein. 


Salzburg braucht den Wind

Am Beispiel der Energieversorgung zeigt sich für den GRÜNEN die Notwendigkeit, dass wir das gesamte Spektrum der erneuerbaren Energievielfalt ausschöpfen müssen: „Die Wasserkraft ist bereits zu fast 100 Prozent ausgebaut, gleichzeitig gerät sie durch die Klimaerhitzung zunehmend unter Druck. Wir haben noch ein gewisses Potenzial an Photovoltaik und Biomasse, aber dann ist Schluss. Wir werden in Zukunft nicht ohne Windenergie auskommen!“


Boden betonieren, Zukunft vernichten

Auch was die Bodenversiegelung betrifft, findet Scheinast klare Worte: „Durch die rasante Versiegelung in Salzburg sind wir drauf und dran, den Wettlauf zwischen Hochwasserschutz und Klimakatastrophen zu verlieren. Wir als Grüne haben in den vergangenen fünf Jahren für ein neues Raumordnungsgesetz gekämpft, das dem Flächenfraß den Riegel vorschiebt! Daran darf nicht gerüttelt werden, im Gegenteil: Wir müssen alles tun, um unseren Flächenverbrauch weiter einzudämmen. Es hängt nicht weniger als unsere Zukunft davon ab."