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am 9. August

KLIMASCHUTZ: Wer mehr CO2 produziert, soll mehr zahlen!

Josef Scheinast - Umweltsprecher LAbg. Scheinast plädiert für Einführung einer CO2-Steuer.

"Wenn sich fast alle Politiker und Politikerinnen für den Klimaschutz aussprechen, aber die Treibhausgase in Österreich dennoch weiterhin steigen, dann läuft irgendetwas gewaltig falsch", stellt der GRÜNE Umweltsprecher LAbg. Josef Scheinast fest und plädiert für die Einführung einer CO2-Abgabe. "Um die Erderhitzung endlich effektiv zu bekämpfen, müssen wir den Ausstoß von Klimagiften senken - und zwar sofort. Da darf es keine Denkverbote mehr geben", so Scheinast. 

"Dieselprivilegien, Subventionen von Kohle und Gas in Milliardenhöhe, Abgasskandale: Es kann nicht sein, dass wir mit unserer Lebensweise und unserer Art zu wirtschaften die Erdatmosphäre, die für uns Lebensgrundlage ist, mit CO2 belasten dürfen, ohne dafür zu zahlen", sagt der GRÜN-Abgeordnete. Mit der CO2-Abgabe kann man ein faires, wirksames und einfach umsetzbares Steuerungsinstrument schaffen, welches das Verursacherprinzip in den Mittelpunkt rückt, frei nach dem Motto: "Wer mehr CO2 produziert, soll entsprechend mehr zahlen." 

Aufkommensneutral gegen die Klimakatastrophe

So müsste man in Österreich etwa im Verkehrsbereich und im Energiebereich ansetzen - nämlich bei jenen Energieträgern, bei deren Verbrennung das klimaschädliche Gift CO2 entsteht, also Erdöl, Erdgas und Kohle. Treibstoffe werden dadurch zwar teurer, zum Ausgleich soll es aber Steuererleichterungen auf Arbeit oder auch einen Öko-Bonus geben. Ziel einer CO2-Steuer sei jedenfalls ein Lenkungseffekt und keinesfalls eine zusätzliche Belastung der SteuerzahlerInnen, so Scheinast: "Wir wollen durch die Besteuerung von CO2 nicht mehr Geld einnehmen, sondern schlicht jene unterstützen, die klimafreundlich arbeiten. Das Klima zu schädigen soll hingegen in Zukunft teurer werden."​