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am 5. März

Mehrweg: Von 80 auf 22 Prozent in nur 20 Jahren – Grüne fordern: „Her mit der Mehrwegflasche!“

Josef Scheinast - Umwelt- und Wirtschaftssprecher LAbg. Scheinast vor Plastik-Gipfel der Bundesregierung: „Die ÖsterreicherInnen sind bereit für Mehrweg-Verpackungen. Jetzt muss die Bundesregierung handeln.“

Waren noch vor 20 Jahren rund 80 Prozent der Getränkeverpackungen Mehrwegflaschen, sind es heute nur mehr 22 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Studie von Greenpeace hervor. Damit ist derzeit nur etwa jede fünfte Flaschen wiederbefüllbar. „Dieser Rückgang ist inakzeptabel. Wir brauchen endlich verpflichtende Mehrwegquoten und Pfandsystem auf alle Getränkeverpackungen. Die Österreicherinnen und Österreicher sind dafür bereit“, weiß der GRÜNE Umwelt- und Wirtschaftssprecher LAbg. Josef Scheinast vor dem Plastik-Gipfel der Regierung am kommenden Freitag.

Vier von fünf ÖsterreicherInnen für Mehrweg!
Denn laut der repräsentativen Greenpeace-Umfrage wünschen sich vier von fünf ÖsterreicherInnen (78 Prozent) ein größeres Angebot an Mehrweg-Flaschen im Handel. 91 Prozent sehen die Glas-Pfandflasche als umweltfreundlichste Getränkeverpackung an.

„Die Greenpeace-Umfrage zeigt deutlich: Die Österreicherinnen und Österreicher wollen mehr wiederbefüllbare Getränkeflaschen in den Supermarktregalen. Aber das Angebot ist im Gegensatz zu Deutschland nicht vorhanden“ kritisiert Scheinast. Deutschland hat ein Pfandsystem für Einwegverpackungen eingeführt und deshalb eine Mehrwegquote von 40 Prozent. „In Österreich schauen die UmweltministerInnen seit vielen Jahren weg“, sagt Scheinast. Es brauche endlich ein gesetzliches Reglement, „wenn wir es mit der Vermeidung von Plastikabfällen, der Vermüllung der Gewässer und der Meere und mit dem Umwelt-und Klimaschutz ernst meinen“, so der Grün-Abgeordnete in Richtung türkis-blauer Bundesregierung.

Greenpeace-Umfrage: Rund 80 Prozent für zusätzliche Mehrweg-Flaschen im Handel