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am 17. Juli

Schellhorn am Dachstein-Gletscher: Die Klimakrise frisst das einstmals ‚ewige‘ Eis auf!

Heinrich Schellhorn - GRÜNER Lokalaugenschein – Schellhorn: „Wenn wir die Klimaoffensive nicht bald starten, gerät die globale Erhitzung außer Kontrolle!“

Auf Einladung des oberösterreichischen Landesrats Rudi Anschober hat LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Landessprecher der Grünen Salzburg, gemeinsam mit Leonore Gewessler, Grüne Kandidatin für den Nationalrat, und der Klimatologin Helga Kromp-Kolb heute, Mittwoch, den Dachstein-Gletscher besucht: „Wer immer noch an der Klimakrise zweifelt, soll den Dachstein-Gletscher besuchen: Hier ist es augenscheinlich, wie die Klimaerhitzung unserem Planeten zusetzt. Wenn wir weitermachen wie bisher, wird die nächste Generation den Dachstein-Gletscher nur noch auf Fotos bestaunen können“, resümiert der Grüne Landessprecher Schellhorn.   

Hitze lässt Gletscher am Dachstein dramatisch schnell schmelzen

Dort hat das Land Oberösterreich gemeinsam mit Energie AG, der Universität Innsbruck sowie BlueSky Wetteranalysen im Jahr 2006 mit einer regelmäßigen wissenschaftlichen Begleitung der Gletscherschmelze begonnen: Dabei wird auf eine österreichweit einzigartige Weise sowohl die Flächenausdehnung des Gletschers als auch die Entwicklung des Gletschervolumens jährlich vermessen und kontinuierlich begleitet und kontrolliert. Das Ziel: Erkenntnisse über das Tempo der Klimakrise, die Zukunft der Nutzung der Wasserkraft und der Funktion der Trinkwasserspeicherung gewinnen.

Die bittere Bilanz der letzten Jahre: Die Gletscherschmelze setzt sich weiter dramatisch fort, v.a. aufgrund der sich verschiebenden Jahreszeiten mit sehr späten Schneefällen und extremen Sommertemperaturen wie im vergangenen und im diesjährigen Sommer. 

Wir müssen endlich Verantwortung übernehmen! 

„Gletscher sind die Fieberthermometer unseres Planeten und die Gletscherschmelze ist ein weltweites Phänomen der Klimaerhitzung. Die Folgen für uns Menschen in Form von Extremereignissen, Ernteausfällen usw. sind heute schon spürbar und werden massiv zunehmen“, so Schellhorn. Noch habe man zehn Jahre Zeit, um die globale Erwärmung auf unter 2 Grad bis 2100 zu begrenzen.  „Wenn wir nicht rasch eine Klimaoffensive starten, gerät die globale Erhitzung außer Kontrolle! Unsere Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen ist groß, nehmen wir sie endlich wahr“, appelliert Schellhorn.

V.l.n.r.: Leonore Gewessler, Heinrich Schellhorn, Helga Kromp-Kolb, Rudi Anschober.