gruene.at
Navigation:
am 10. April

Schluss mit Tierleid – eine andere Land­wirt­schaft ist möglich!

Kimbie Humer-Vogl - "Viele Bauern und Bäuerinnen wünschen sich Alternativen. Wir Grüne sehen uns als ihre Partnerinnen."

„Eine andere Landwirtschaft ist möglich. Dafür braucht es eine Reform des kranken Tiertransportsystems“, sagt die GRÜNE Klubobfrau LAbg. Kimbie Humer-Vogl heute, Mittwoch, in der Aktuellen Stunde im Landtag zum Thema Tiertransporte. Sie fordert eine Umstellung des Fördersystems, das den Landwirtinnen und Landwirten eine Möglichkeit bietet, aus dem Wachstumswahnsinn auszusteigen. „Viele Bauern und Bäuerinnen wünschen sich Alternativen. Wir Grüne sehen uns als ihre Partnerinnen und wollen sie dabei unterstützen“, so Humer-Vogl.

Bio soll „normal“ werden!

Die biologische Landwirtschaft müsse „zur Norm werden. Mit einem 50-Prozent-Anteil ist Salzburg auf einem sehr guten Weg und da geht noch mehr“, sagt die GRÜNE Klubobfrau. Die Politik müssen die Rahmenbedingungen dafür weiter verbessern. Die Grünen fordern daher:

  • Eine bessere Förderung für mutterbezogene Aufzucht und Mutterkuhhaltung
  • Eine EU-weite Kennzeichnungspflicht zur Bestimmung der Herkunft
  • Die Koppelung von Förderungen an Kälbermast
  • Regionale Schlachtbetriebe sowie „Ab Hof“-Schlachtungsmöglichkeiten
  • Einen Ausbau der lokalen Vermarktungsschienen
  • Einen Schulterschluss mit der Gastronomie

Eine andere, absatzsteigernde Maßnahme bestünde für sie darin, in den Küchen und Kantinen der öffentlichen Hand dezidiert nur heimisches Kalbfleisch zu verwenden: „Land, Städte und Gemeinden sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Beitrag zur Stärkung des Inlands-Absatzes leisten“, fordert Humer-Vogl. Dazu wird im Landtag heute, Mittwoch, auch ein Dringlicher Antrag der Grünen behandelt.

„Wir können und dürfen nicht länger zusehen, wie drei Wochen alte Kälber tausende Kilometer durch Europa gekarrt werden und gleichzeitig Rindfleisch aus den Niederlanden importiert wird. Die Kundinnen und Kunden wollen nicht länger ein System, das Tierleid produziert“, ist Humer-Vogl überzeugt. An einer positiven Zukunft für die Salzburg Landwirtschaft müsse intensiv gearbeitet werden. „Unterstützen wir die Biolandwirtschaft und nützen wir das große Potenzial für regionale und biologische Lebensmittel. Die Zeit dafür ist reif“, ergänzt die Grün-Abgeordnete, die zu abschließend zu bedenken gibt: „Die Preise, die jetzt den Markt dominieren, sind in ethischer Tierproduktion nicht haltbar!“