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am 5. Dezember 2019

„Tag des Bodens“: Flächenversiegelung als Brandbeschleuniger für Klimaüberhitzung

Josef Scheinast - „Jeder Quadratmeter versiegelter Boden fehlt uns im Kampf gegen die zunehmenden Starkregenereignisse.“

„Die Starkregenereignisse der vergangenen Wochen haben uns drastisch vor Augen geführt, dass unsere Böden am Limit sind. Und trotzdem ist Salzburg bei der Versiegelung von Flächen schrankenlos unterwegs.“ Josef Scheinast, Umweltsprecher der Grünen im Landtag, nimmt den heutigen (Donnerstag) „Tag des Bodens“ zum Anlass, um eine Trendwende in der Raumordnung einzumahnen. „Wenn wir den Flächenfraß in den Griff bekommen wollen, muss Bebauungswünschen konsequenter entgegengetreten werden“, fordert der Umwelt- und Raumordnungssprecher.

Unbebaute Böden seien „extrem gute CO2-Speicher“, ihre Fähigkeit CO2 zu speichern sei enorm. Das macht sie für den Klimaschutz so wichtig. Zugleich brauchen wir möglichst viele unverbaute Flächen als Wasserspeicher:

„Versiegelte Flächen können kein Wasser aufnehmen, jeder zubetonierte Quadratmeter Boden fehlt uns bei starkem Regen“, warnt Scheinast. Was das bedeutet, zeige sich immer öfter bei Starkregenereignissen. Je mehr Böden  zubetoniert sind, desto dramatischer sind die Folgen für den besiedelten Raum.


 

Kommt es in puncto Raumordnung nicht bald zu einer Trendwende, werden sich Starkregenereignisse künftig immer noch katastrophaler auswirken: „Die fortschreitende Versiegelung des Bodens ist ein Brandbeschleuniger für die Überhitzung des Klimas“, warnt Scheinast.