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am 3. August

SENIORINNENWOHNHÄUSER: AUS ERFAHRUNGEN DER ERSTEN WELLE LERNEN

Kimbie Humer-Vogl - Es ist an der Zeit gemeinsam vorauszuplanen und aus den Erfahrungen der letzten Monate zu lernen.

Um für den Herbst verbindliche Vorgaben für alle SeniorInnenwohnhäuser zu erreichen befindet sich das Sozialressort derzeit in engem Austausch mit dem Gesundheitsministerium, betont LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag. Dabei soll darauf geachtet werden, überschießende Einschränkungen der Grundrechte für Bewohnerinnen und Bewohner zu verhindern. Die BewohnerInnenvertretung hatte zu umfangreiche Einschränkungen in SeniorInneneinrichtungen kritisiert. 

Empfehlungen der BewohnerInnenvertretung ernstnehmen

„Die vergangenen Monate waren für niemanden einfach. Die BewohnerInnen der SeniorInnenwohneinrichtungen waren von besonders starken Einschränkungen betroffen. Das hat sich vor allem auf die psychische Gesundheit der Menschen ausgewirkt und darf sich nicht wiederholen“, so die Abgeordnete. Gemeinsam sollten nun Lehren aus den vergangenen Monaten gezogen werden, um besser vorbereitet in den Herbst starten zu können. „Das liegt nicht nur im Interesse der SeniorInnen sondern auch der Träger der Einrichtungen und dem Land als Pflegeaufsicht“, betont Humer-Vogl.

Schutz auf der einen Seite und individuelle Freiheit auf der anderen Seite 

„Die Grundrechte sind ein hohes Gut. Wir müssen jetzt verstärktes Augenmerk darauf legen, die BewohnerInnen so zu unterstützen, dass sie einen möglichst hohen Grad an individueller Freiheit genießen, ohne dabei ihre MitbewohnerInnen zu gefährden. Im Falle einer zweiten Welle braucht es Lösungen dafür, wie rüstige SeniorInnen ihre Selbständigkeit wahren und weiterhin das Haus für Spaziergänge, Einkäufe oder andere Erledigungen verlassen können“, sagt Humer-Vogl. Dafür sei ausreichend Schutzausrüstung die Grundvoraussetzung. Natürlich könne man nicht alle BesucherInnen in Zeiten verstärkter Infektionen empfangen, aber anstatt eines generellen Besuchsverbots sei ein Zeitlimit für Besuche oder die Verlegung ins Freie als Vorstufe denkbar. „Es geht darum die Gesundheit der BewohnerInnen zu schützen, auf die psychische Gesundheit darf dabei nicht vergessen werden“, so Humer-Vogl abschließend.