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am 10. April

"Müssen pflegende Kinder besser unterstützen!"

Kimbie Humer-Vogl - "Pflegende Kinder sind einer großen Belastung ausgesetzt. Um diese Kinder müssen wir uns stärker kümmern, da ist Zusammenarbeit quer durch alle Ressorts gefragt."

2.500 Kinder gelten in Salzburg als „pflegende Angehörige“: „Für all diese jungen Menschen liegt eine unbeschwerte Kindheit in weiter Ferne. Sie leisten in den verschiedensten Lebensbereichen Enormes, um diese Kinder müssen wir uns stärker kümmern. Deshalb unterstützen wir auch den Dringlichen Antrag, den die SPÖ morgen im Landtag einbringen wird“, so Humer-Vogl.

Pflegende Kinder sind besonders stark belastet

Wenn von den Leistungen, aber auch dem Leistungsdruck und der Not von pflegenden Personen die Rede ist, denken die meisten an pflegende Erwachsene. Tatsächlich aber gibt es in Österreich tausende von Kindern, die als „pflegende Angehörige“ gelten. „Diese Kinder sind einer stark belastenden Situation ausgesetzt, sie helfen im Haushalt, kümmern sich um gesunde Geschwister oder sind direkt mit der Pflege des kranken Familienmitgliedes beschäftigt“, sagt Humer-Vogl. Auf diesen Kindern laste ein Druck, der letztlich ihr Risiko, selbst krank zu werden, stark erhöhe.

Mehr Unterstützung – die Politik ist gefragt!

Die Landesregierung hat bereits in ihrem Arbeitsprogramm 2018 festgehalten hat, „die Problematik pflegender Kinder besonders zu berücksichtigen“. Was Salzburg angeht, so gibt es punktuell zwar durchaus gute Angebote. Insgesamt seien die Angebote allerdings nicht ausreichend. Nebst zusätzlichen konkreten Betreuungsangeboten ist für Humer-Vogl vor allem Aufklärung gefragt: „Wir brauchen niederschwellige Informationsangebote für die pflegenden Kinder, aber auch Bewusstseins- und Sensibilisierungskampagnen überall dort, wo Erwachsene mit Kindern zu tun haben - ob das nun in der Schule, im Sportverein oder im medizinischen Umfeld ist. Denn um pflegenden Kindern helfen zu können, müssen wir sie erst einmal erkennen.“

Um ein wirksames Maßnahmenpaket für pflegende Kinder zu schnüren, bedürfe es deshalb einer stärkeren Zusammenarbeit quer durch die Ressorts: „Diese Querschnittsmaterie betrifft vom Sozial- über das Familien- und Gesundheits- bis zum Bildungsressort nahezu die gesamte Landesregierung. Da ist die Politik gefragt.“