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am 14. September

GRÜNE FÜR VERBOT VON VOLLSPALTBÖDEN IN DER SCHWEINEHALTUNG

Kimbie Humer-Vogl - Vollspaltbodenhaltung muss auch bei uns endlich der Vergangenheit angehören, um weiteres Tierleid zu verhindern

​Etwa 60 % der Schweine in Österreich werden auf sogenannten Vollspaltenböden gehalten. Laut LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag seien das unhaltbare Zustände und unserer Gesellschaft nicht würdig. „Wir setzen uns vehement dafür ein, dass der Vollspaltboden in der Schweinehaltung verboten wird“, so Humer-Vogl. Am Mittwoch behandelt der Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz einen entsprechenden Antrag. 

Auch Bevölkerung für klares „Nein“ zum Vollspaltboden

Der Vollspaltenboden widerspreche einer tiergerechten Haltung völlig, so Humer-Vogl: „Schweine sind von Natur aus auch sehr saubere Tiere. Sie trennen Schlaf- und Kotplatz. Sie sind außerdem sehr intelligent und neugierig, wollen suchen, untersuchen, schnüffeln, entdecken. Auf scharfkantigen Betonspalten ohne Einstreu können sie sich nicht ausreichend beschäftigen. Das stresst und führt unter anderem zu gegenseitigem Schwanz- und Ohrenbeißen. Deshalb werden den Tieren ohne Betäubung die Schwänze und Zähne kupiert – eine grausame Praxis. Außerdem sind Vollspaltböden teuer, erzeugen Gülleprobleme und verschlimmern die Klimakrise. Sie produzieren doppelt so viel Methan wie Stroh.“ 

Artgerechte Schweinehaltung längst überfällig

Fünf europäische Länder haben den Vollspaltenboden bereits verboten – darunter Dänemark als größter Schweineproduzent der EU. „Vollspaltbodenhaltung muss auch bei uns endlich der Vergangenheit angehören.“ Es brauche eine artgerechte Schweinehaltung, betont die Abgeordnete. „Wir müssen uns rasch um ein Ausstiegsszenario bemühen, ansonsten wird eine ganze Branche an die Wand gefahren. Wenn sichtbarer wird, wie diese Schweine tagtäglich dahinvegetieren, wird dieses Fleisch keiner essen wollen.“ Und ein Vollspaltbodenverbot sei laut Humer-Vogl auch eine Vorsorgemaßnahme gegen die afrikanische Schweinepest: „Schweine, die natürlich gehalten werden, sind weniger anfällig für Krankheiten.“ Außerdem müssten Herkunftsangaben in Zukunft über Informationen über Tierwohlstandards und Produktionsbedingungen informieren, so Humer-Vogl. „Immerhin wollen auch 96 % der Menschen, dass Schweine auf Stroh liegen können.“