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am 9. April

Warum sind Kälbertransporte ein Problem? (in leichter Sprache)

Kimbie Humer-Vogl - In anderen Ländern kann man die Kälber billiger mästen, als in Österreich. Darum passiert das Mästen von männlichen Kälbern oft in fremden Ländern und selten in Österreich. Die Reise mit dem Lastwagen in fremde Länder ist für die kleinen Kälber sehr anstrengend. Wir wollen etwas dagegen tun!

In Salzburg gibt es viele Milchkühe.

Milchkühe werden in der Früh und am Abend von der Bäuerin oder dem Bauern gemolken.

Die Milch wird dann verkauft.

Damit verdienen die Milchbauern ihr Geld.

Milchkühe bekommen jedes Jahr ein Kalb.

Sonst können sie nicht genug Milch geben.

Das Kalb wird normalerweise gleich nach der Geburt von der Mutterkuh getrennt.

Das Kalb kommt in einen anderen Stall.

Wenn das Kalb weiblich ist wird es eine Milchkuh.

Wenn das Kalb männlich ist,

können die Bauern das Kalb nicht brauchen.

Weil ein männliches Kalb niemals Milch geben wird.

Und die Aufzucht eines männlichen Kalbes viel Arbeit ist.

Und viel Geld kostet.

Die Kälber trinken entweder Milch oder sie bekommen ein Milch-Ersatz-Getränk.

Es dauert ein halbes Jahr bis die Kälber stark genug werden,

um geschlachtet zu werden.

Bis dahin trinken sie viel teure Milch oder teures Milch-Ersatz-Getränk.

Weil das so viel Geld kostet wollen die Bauern die männlichen Kälber nicht behalten.

Die männlichen Kälber, die die Bauern nicht brauchen können,

werden also schon als Babies auf Lastwägen in fremde Länder gebracht.

Zum Beispiel nach Spanien.

Dort werden sie dann so lange mit Milch-Ersatz-Getränken gefüttert,

bis sie genug Fleisch angesetzt haben und geschlachtet werden können.

Das nennt man mästen.

In anderen Ländern kann man die Kälber billiger mästen, als in Österreich.

Darum passiert das Mästen von männlichen Kälbern oft in fremden Ländern und selten in Österreich.

Die Reise mit dem Lastwagen in fremde Länder ist für die kleinen Kälber sehr anstrengend.

Oft sind sie 18 Stunden unterwegs.

Sie sind noch zu jung um zu trinken oder zu essen.

Sie haben Hunger und Durst.

Es geht den Kälbern im Lastwagen nicht gut.

Viele Menschen wollen nicht, dass die Kälber so leiden müssen.

Auch die Politiker und Politikerinnen in Salzburg wollen das nicht.

Deshalb wollen sie gemeinsam Lösungen suchen, damit die Kälber in Österreich bleiben können.

Grüne, ÖVP und NEOS haben ein paar Vorschläge gemacht, damit die nicht mehr Kälber in Österreich bleiben können.

  • Zum Beispiel soll in Seniorenheimen und Krankenhäusern nur noch Kalbfleisch aus Österreich angeboten werden.
  • Die Kälbermast in Österreich muss sich wieder lohnen.
  • Die Leute sollen informiert werden, dass weißes Kalbfleisch ungesund ist.