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am 18. Juni

WOLFSDEBATTE: SOFORTHILFE-GIPFEL EINSTIMMIG BESCHLOSSEN

Kimbie Humer-Vogl - Nur, wenn alle Betroffenen und Expert*innen an einem Tisch sitzen, kann endlich eine tragfähige Lösung zum Schutz der Land- und Almwirtschaft gefunden werden!

„Was die von den Wolfsrissen betroffenen Salzburger Landwirt*innen jetzt brauchen ist rasche Hilfe vor Ort, um ihre Tiere sicher wieder auf die Alm schicken zu können. Solche kurzfristigen Maßnahmen, aber auch langfristige Strategien zum Schutz von Weidevieh auf den Almen sollen bis spätestens 25. Juni bei einem Runden Tisch diskutiert werden.“ So kommentiert LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, den heutigen einstimmigen Beschluss eines Soforthilfe-Gipfels.

Einigung auf Runden Tisch für rasche Lösungen 

„Sowohl die betroffenen Landwirt*innen, als auch namhafte Expert*innen sollen bis Ende Juni an einem Runden Tisch zusammenkommen, um Soforthilfemöglichkeiten und langfristige Maßnahmen zum Schutz der Land- und Almwirtschaft zu diskutieren“, so Humer-Vogl. Ziel müsse es sein, jenen Landwirt*innen kurz- und langfristig Hilfe anzubieten, die das brauchen und auch wollen. „Die Situation wird sich nicht ändern, wenn man in den nächsten Monaten keine Einigung findet. Denn der Abschuss ist keine nachhaltige Lösung. Wenn man sich darauf verlässt, dass der strenge Schutzstatus des Wolfes irgendwann aufgehoben wird, geht wertvolle Zeit für den Aufbau eines effektiven Herdenschutzes verloren“, so Humer-Vogl. Ergänzend weist sie aber auch darauf hin, dass sie Entnahmen nicht kategorisch ablehnt: „In Ausnahmefällen ist das erlaubt und dann auch sinnvoll.“

Soforthilfe mittels Herdenschutz-Notfallteams 

„Worin wir uns einig sind ist, dass wir die Weidetierhaltung und damit auch die Almwirtschaft erhalten wollen“, so die Abgeordnete. Unmittelbar nach Wolfsrissen sollten laut Humer-Vogl sofort professionelle Herdenschutz-Notfallteams anreisen, die die Gefährdungslage abklären und vorübergehend den Herdenschutz für die Landwirt*innen übernehmen. „So könnten sie das Vertrauen in diese Schutzmaßnahmen erwerben und vielleicht in weiterer Folge dafür gewonnen werden.“ Es gehe ihr nicht darum, die Almwirt*innen zu zwingen, auf Herdenschutzmaßnahmen zu setzen. Doch jene, die das als sinnvoll erachten, sollen auch die Möglichkeit bekommen, die notwendigen Strukturen aufzubauen und finanziert zu bekommen“, hebt die Abgeordnete abschließend hervor. „Je schneller man diese Strukturen schafft, desto sicherer ist das Weidevieh auf den Almen.“