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am 3. Dezember

Gratis Öffis für Gäste auch in Salzburg gefordert

Josef Scheinast - Bürgerliste & Grüne wollen UrlauberInnen verstärkt auf den Öffentlichen Verkehr umlenken.

Die Städte Salzburg und Innsbruck haben vieles gemeinsam. Beide Städte sind wahre Touristenmagnete und beide leiden nicht zuletzt deshalb unter einer massiven Verkehrsbelastung. Dass der überwiegende Teil der BesucherInnen immer noch am liebsten mit dem privaten PKW anreist, bekommen auch die Salzburgerinnen und Salzburger immer stärker zu spüren. Mit der Staukolonne wächst auch der Unmut in der Bevölkerung stetig.

Geht es nach Bürgerlisten Gemeinderat und Verkehrssprecher Lukas Uitz soll sich Salzburg ein Beispiel an Innsbruck nehmen. Dort dürfen UrlauberInnen ab Mai 2020 kostenlos die städtischen Öffis nutzen. Uitz: „Wir möchten eine Stadt der Mobilität und nicht des Verkehrsstillstands sein. Dazu benötigen wir auch im Tourismus Lenkungs-maßnahmen, die unsere Gäste auf den Öffentlichen Verkehr bringen. Es ist einfach zu wenig, die Gäste um eine umweltfreundliche Anreise zu bitten, wenn wir das PKW-Aufkommen ernsthaft reduzieren wollen“, so Uitz. Seiner Meinung nach gäbe es beim Tourismus einen Hebel, der bisher zu wenig bedient wurde. Uitz macht sich für eine gratis Nutzung der Öffis für TouristInnen ab einer Nächtigungsdauer von zwei Nächten stark. Damit wäre gesichert, dass ein solches Angebot auch nur jenen Gästen zugutekommen würde, die für den Großteil der Wertschöpfung sorgen. Die Frage der Finanzierung ist für ihn einfach beantwortet: „Klar muss sein, dass nicht die Salzburgerinnen und Salzburg die Rechnung dafür tragen dürfen. Bei 3 Millionen Nächtigungen allein in der Stadt ließen sich die Kosten über die Kurtaxe refinanzieren“, so der grüne Verkehrssprecher.

Regelung für Stadt und Land erforderlich

In dasselbe Horn bläst auch der LAbg. Der GRÜNEN Josef Scheinast: „Viele Regionen sind bereits dazu übergegangen, den Touristen im Urlaub Mobilität und Kultur in Einem zur Verfügung zu stellen. Dazu ist es notwendig, entsprechende Pakete zu schnüren und zu bewerben.“ Die umweltfreundliche Anreise ist dabei genauso wichtig wie eine ökologische Mobilität am Urlaubsort. „Wenn unsere Verkehrsinfrastruktur nicht mehr solche Urlauberlawinen zu bewältigen hat, dann verbessert sich auch die Akzeptanz des Tourismus in der Stadt wieder“, so Scheinast.