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am 12. Jänner

Salzburg AG will nun Güterverkehr abstoßen: Verkehrsplanung muss schleunigst zurück in die öf­fent­liche Hand!

Josef Scheinast - Der Rückzug der Salzburg AG aus dem Güterverkehr widerspricht allen Bemühungen für einen Ökologisierung des Transportwesens.

„Wenn die Salzburg AG nun den Güterverkehr loswerden will, zeigt das in überwiegend öffentlicher Hand befindliche Unternehmen wieder einmal, dass es Profitinteressen vor das Gemeinwohl stellt“, kritisiert der Grüne Verkehrssprecher LAbg. Josef Scheinast. Die Verkehrsplanung müsse nun rasch zurück in öffentliche Hand. Er zeigt sich erfreut, dass Verkehrslandesrat Stefan Schnöll ebendiese langjährige Grüne Forderung erhebt.

Der Rückzug der Salzburg AG aus dem Güterverkehr widerspräche nämlich schlichtweg allen Bemühungen für einen Ökologisierung des Transportwesens, kritisiert Scheinast.

„Gepaart mit dem für alle Kundinnen und Kunden inzwischen offensichtlichem Desinteresse der Salzburg AG am öffentlichen Verkehr, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Steuerung wieder in die eigene Hand zu nehmen“, so der Grün-Abgeordnete. Planung und Steuerung des Verkehrswesens seien schließlich ureigenste „Aufgaben der öffentlichen Verwaltung“.

Ähnlich sieht das bekanntlich der Landesrechnungshof: Die Salzburg AG habe nicht den Willen oder die erforderlichen Ressourcen, die Planung des Öffentlichen Verkehrs in ausreichendem Maß zu erfüllen. „Mir fehlt aktuell jede Zuversicht, dass die Salzburg AG die Verkehrsplanung im Sinne des Gemeinwohls für die Menschen in diesem Land gestalten will. Alle Zeichen sprechen deshalb dafür, die Planung des ÖVs wieder zur Kernaufgabe der öffentlichen Hand zu machen“, so Scheinast abschließend.