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am 19. November 2018

TEMPO 140: Signal mit fataler Wirkung

Heinrich Schellhorn - Grüner Landessprecher Schellhorn: „Politik sollte um Akzeptanz für Klimaschutz-Maßnahmen werben und nicht so tun, als gäbe es da noch Spielraum.“

„Die Bundesregierung nimmt sich selbst in puncto Klimaschutz offensichtlich nicht Ernst. Anders lässt sich das permanente Gerede um Tempo 140 auf der Autobahn nicht bewerten. Derartige Ankündigungen suggerieren, wir hätten beim Klimaschutz noch Spielraum, und das ist ein Signal in die völlig falsche Richtung.“ Mit diesen Worten kommentiert LHStv. Heinrich Schellhorn, Landessprecher der Grünen, die Ankündigung von Verkehrsminister Norbert Hofer, weitere Autobahnabschnitte zu Teststrecken für Tempo 140 machen zu wollen.

Dass die Evaluierung der bisherige Teststrecke laut Hofer einen Schadstoffanstieg von „nur“ ein bis zwei Prozent ergeben habe, ist für Schellhorn keineswegs ein Grund zur Entwarnung: „Der Verkehrsminister hat offensichtlich keine Ahnung, was alles notwendig ist, um den CO2-Ausstoß auch nur um einen mickrigen Prozentpunkt zu senken. Egal, wie gering die Schadstoffe steigen, wir haben beim Klimaschutz keinen Spielraum mehr nach oben.“

Mit derartigen Ankündigungen höhle die Bundesregierung nicht nur ihre eigene Glaubwürdigkeit aus, sondern kratze auch an der Akzeptanz für Maßnahmen des Klimaschutzes, warnt Schellhorn. „Wenn wir bei diesem Thema endlich in die Gänge kommen wollen, werden sämtliche politisch Verantwortlichen noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen. Hofers Tempo-140-Pläne bewirken das Gegenteil. Die indirekte Ansage, ein bisserl mehr CO2 sei schon noch verkraftbar, trägt jedenfalls nicht dazu bei, in der Bevölkerung das Verständnis für Maßnahmen des Klimaschutzes zu erhöhen.“