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am 23. Juni

TEMPO 80: Wesentliche Verbesserungen durch Tempolimit erreicht – Maßnahme weiter notwendig

Josef Scheinast - Die positiven Effekte des flexiblen Tempolimits liegen auf der Hand, auch die FPÖ sollte die Fakten anerkennen!

Alle Jahre wieder versucht die FPÖ entgegen aller Fakten das Tempolimit 80 auf der Stadtautobahn mit merkwürdigen Argumenten zu bekämpfen. Der Grüne Verkehrssprecher LAbg. Josef Scheinast hat keinerlei Verständnis für die Einwände: „Wir haben schon vor einem halben Jahr klargestellt, dass das flexible Tempolimit auf der Stadtautobahn nach wie vor notwendig ist und wirkt.“ Im Herbst 2018 haben sich ÖVP, SPÖ, Neos und Grüne mit einem Landtagsbeschluss klar zum Immissionsschutzgesetz-Luft des Bundes bekannt.

Bessere Luft – weniger Schadstoffe

„Die positiven Effekte einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung liegen auf der Hand: Bessere Luft und weniger Schadstoffe. Es ist unsere gesetzliche und politische Verpflichtung als Land, Maßnahmen zur Verringerung der Schadstoffbelastung zu setzen und damit die Gesundheit der Menschen zu schützen“, so Scheinast. 

Das flexible Tempolimit sei dazu das intelligenteste und gelindeste Mittel zur Zielerreichung. Dass die Maßnahme auch ihre Wirkung erzielt, zeigt der aktuelle Luftgüte-Bericht für das Jahr 2019: Erstmals wurde der EU-Grenzwert (40 μg/m³) an der autobahnnahen Messstelle „Stadtautobahn A1“ mit 38 μg/m³ eingehalten. Gegenüber dem Jahr 2018 bedeutet das einen Rückgang von rund 8 Prozent an diesem autobahnnahen Standort. An der höchstbelasteten Messstelle des Landes (Hallein A10) gab es im Jahr 2019 zwar auch einen deutlichen Rückgang von knapp 8 Prozent, der EU-Grenzwert wird dort allerdings mit 42 μg/m³noch überschritten. Der strengere Jahresgrenzwert des Immissionsschutzgesetz-Luft (35 μg/m³) wurde im Jahr 2019 an vier verkehrsnahen Messstellen überschritten.

„Der flexible Umwelt-80er wird erst dann nicht mehr notwendig sein, wenn die Unterschreitung der Grenzwerte so groß ist, dass es bei der Aufhebung der Tempolimits nicht sofort wieder zu einer Überschreitung kommt. Eine Alternative dazu wäre eine wochenlange Totalsperre dieses Abschnittes, das kann wohl niemand ernsthaft wollen“, so Scheinast abschließend.