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am 15. January

VERKEHR: Intelligent unterwegs statt nur im Stau – Grüne fordern mehr Einsatz für „kombinierte Mobilität“

Josef Scheinast - Verkehrssprecher LAbg. Scheinast: „Die verschiedenen Bausteine persönlicher Mobilität müssen unkompliziert kombinierbar sein, dann werden sie auch genutzt. Davon profitieren wir alle!

„Im 21. Jahrhundert geht es in der Verkehrspolitik nicht mehr um ‚Entweder-oder‘, sondern um ein intelligentes ‚Sowohl-als-auch“, so fasst der GRÜNE Verkehrssprecher LAbg. Josef Scheinast den Inhalt der beiden GRÜNEN Anträge zusammen, die morgen, Mittwoch im Landtagsausschuss behandelt werden. Darin fordern die GRÜNEN bessere Förderungen für Carsharing und einen verstärkten Einsatz des Landes für leicht erreichbare und überdachte Radabstellplätze in öffentlichen und privaten Gebäuden. Dass derartige Maßnahmen dringend nötig sind beweisen die nackten Zahlen: Die Anzahl der Autos hat in Österreich seit dem Jahr 2005 um rund 40 Prozent stärker zugenommen als die Bevölkerung. „Viele Salzburgerinnen und Salzburger sind massiv durch Verkehr und Lärm belastet, Zeitverlust durch Staus und verkehrsbedingte Kosten steigen. Um diese Entwicklung umzukehren, müssen die Alternativen attraktiver werden. Denn: Viele würden gerne auf ihr Auto und den täglichen Stau verzichten, haben aber derzeit gar keine andere Wahl, weil das Angebot mies oder schlichtweg nicht vorhanden ist“, ist der GRÜNE Verkehrssprecher LAbg. Josef Scheinast überzeugt. „Die verschiedenen Bausteine der Mobilität müssen möglichst einfach und effizient kombinierbar sein, dann werden sie auch genutzt. Das machen uns viele Länder vor, warum sollte es in Salzburg anders sein“, fast Scheinast zusammen.

Carsharing kann das teure Zweitauto ersetzen

Gerade Carsharing sei ein zentraler Baustein eines zukunftsfähigen Mobilitätssystems, betont der GRÜNE Abgeordnete: „Es entlastet Städte und Gemeinden nachhaltig vom Pkw-Verkehr, ermöglicht eine lebenswerte Umgebung und bietet den dort wohnenden Menschen dennoch die Vorzüge flexibler, individueller Fahrzeugnutzung in Kombination mit Bus, Bahn, Fahrrad und Fußwegen“, so Scheinast. Vor allem in ländlichen Regionen kann Carsharing das teure Zweitauto ersetzen und es zeigt sich, dass Carsharing-Angebote in den Regionen auch immer beliebter werden. Diese Angebote gibt es im Bundesland Salzburg bspw. bereits in Bischofshofen, Eugendorf und Obertrum. Carsharing-Modelle zu fördern, könnte beispielsweise bedeuten, reservierte Stellplätze im öffentlichen Straßenraum für Carsharing einzurichten.

​Radfahrer mit Fahrradabstellplätzen belohnen

‚Der ideale Reisende radelt zum Bahnhof und nimmt dort den Zug und muss mit einer guten Fahrradstation belohnt werden‘, dieses Zitat stammt von einem holländischen Verkehrsminister und trifft die Anforderungen an die kombinierte Mobilität punktgenau: „Attraktive Radabstellanlagen fördern klimafreundliches Verkehrsverhalten. Wer weiß, dass sein Fahrrad gut und sicher abgestellt ist, wird es im Alltag öfter benutzen“, so Scheinast, der sich daher neben der Carsharing-Förderung auch für eine bessere Radinfrastruktur einsetzt. Hier sieht er in Salzburg noch deutlich Luft nach oben: „An vielen privaten und öffentlichen Gebäuden im Land Salzburg mangelt es an genügend überdachten Radabstellplätzen. Viele der schon vorhandenen Radabstellplätze sind außerdem mangelhaft oder veraltet und erhöhen somit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rad beschädigt oder einfach gestohlen werden kann. Hier haben wir Handlungsbedarf,“ so Scheinast.