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am 5. Juli

EUROPARK & BAUMAX: HÖRUNGSVERFAHREN STARTET – GRÜNE RUFEN ZU BETEILIGUNG AUF

Heinrich Schellhorn - Landessprecher Schellhorn: „Auch reduzierter Ausbau bedeutet Kaufkraftverschiebung von rund 100 Millionen Euro auf Kosten der Ortszentren“


Heute wurde das Hörungsverfahren für die von Spar bzw. Wiener Städtischer Versicherung angeregten Standortverordnungen (Ausbau Europark/Umwidmung ehemaliges Baumaxareal in Wals/Siezenheim) von Raumordnungsreferenten Josef Schwaiger (ÖVP) eingeleitet. Der GRÜNE Landessprecher Heinrich Schellhorn ruft davon betroffene Unternehmen dazu auf, in den kommenden vier Wochen Stellungnahmen abzugeben. „Die Haltung der GRÜNEN zu den Verkaufsflächenerweiterungen ist unverändert kritisch. Selbst die von ÖVP und NEOS vorgeschlagene Reduktion der gewünschten Umwidmungen um 40 Prozent würde insgesamt immer noch einen Kaufkraftabfluss von rund 100 Millionen Euro bedeuten“, gibt Schellhorn zu bedenken.  
 
Online-Handel kein Thema in Einreichunterlagen 
 
Selbst die von Spar bzw. Wiener Städtischer eingereichten Gutachten belegen, dass die Kaufkraft aus den umliegenden Gemeinden abgesaugt wird. „Der Europark-Ausbau wird mit dem angeblichen Kampf gegen den Online-Handel begründet. In den eingereichten Unterlagen wird der Online-Handel aber mit keinem Wort erwähnt“, wundert sich Schellhorn. Tatsächlich wird aufgelistet wie viele Millionen an Umsatz den kleinen Händlern in den regionalen Ortszentren an Umsatz entgehen wird. „Wir GRÜNE stellen uns in dieser Sache schützend vor die Ortszentren. Wir wollen besonders in Zeiten der Krise die kleinen Betriebe unterstützen, statt die Wünsche von Großkonzernen zu erfüllen“, so Schellhorn. 
 
Kaufkraftkonzentration bedeutet Arbeitsplatzvernichtung 
 
Ebenfalls kein Thema in den eingereichten Unterlagen ist das oft ins Treffen geführte Arbeitsplatzargument. „Viel Fläche, wenig Beschäftigte – so lässt sich das Geschäftsmodell der großen Ketten zusammenfassen. Ganz anders sieht das bei den kleinen Geschäften in den Ortszentren aus, denen Umsatz und damit Arbeitsplätze verloren gehen würden“, warnt Schellhorn. „Unterm Strich werden mit einer weiteren Kaufkraftkonzentration im Zentralraum mehr Arbeitsplätze vernichtet als neu geschaffen. Es ist wohl kein Zufall, dass die anregenden Konzerne dazu gar keine Berechnungen vorgelegt haben“, so der GRÜNE Landessprecher abschließend.   
 
Stellungnahmen und Einwendungen können bis spätestens 13.07.2021 an das Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 10, Referat Raumplanung oder an raumplanung@salzburg.gv.at​ übermittelt werden. 
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